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Pflanzengeographische Beobachtungen auf einigen schweizerischen Hochmooren mit besonderer Berücksichtigung des Hudelmooses im Kanton Thurgau / / von Grete Josephy aus Zürich
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Pflanzengeographisohe Beobachtungen

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Typus 4 a. Der Trichophorum alpinumMolinia coerulea-Bestand.

Diese Pflanzengesellschaft sehe ich als jüngste Stufe desHochmoors, an. Sie liegt schon über dem Niveau des Grundwasser-spiegels, beansprucht also ziemlich trockenen Boden. Doch. auchder Uebergang zum Flachmoor ist noch deutlich ausgebildet inden in Typus 2 c beschriebenen Flächen des Rhynchosporetum mitgroßem Feuchtigkeitsgehalt.

Im Juni und Juli bieten diese ausgedehnten Trichophorum-rasen einen wunderbaren Anblick. Von weitem hat man den Ein-druck, es liege Neuschnee auf der Wiese. Im Näherkommen be-merkt. man die durch den leichten Sommerwind hervorgerufeneBewegung der unzähligen kleinen, glänzenden Köpfchen, dieLeben in das vorher tote Bild bringt.

Als ich zum erstenmal im August die schönen Trichophorum-rasen aufsuchen wollte, fand ich anstatt der leuchtend en weißen,eine gelbe bis rötliche Fläche. Bei näherer Betrachtung sah ich,daß Trichophorum alpinum seine Fruchtköpfchen schon verlorenhatte, die Blätter waren verwelkt, gelblich. Dazwischen sproßtenüberall die dichten Horste von Molinia coerulea mit ihren violettenBlütenständen. Aus dem Trichophoretum alpini war also imHerbstaspekt ein Molinietum geworden.

Aus den Tabellen läßt sich ersehen, daß Molinia in einereinzigen Aufnahme des Trichophoretum fehlt, und zwar in der-jenigen, die am 20. Mai 1917, also sehr früh in der Vegetations-periode, gemacht wurde. Wahrscheinlich wurde Molinia auf demjungen Entwicklungsstadium übersehpn.

In den Tabellen beziehen sich die fünf ersten Aufnahmenauf den Sommeraspekt, die beiden letzten auf den Herbstaspekt.Ich machte Bestandesaufnahmen mit der Rahmenmethode, indemich zu drei verschiedenen Zeiten 50 Quadrate analysierte. Durchdie gefundenen Zahlen kann die Häufigkeit der Arten ziemlichgenau festgestellt werden. (Vergl. Tab. 4a.)

Als Untergruppe füge ich hier das Molinietum im weiterenSinne (Typus 4 b) bei. Molinia coerulea ist, wie schon erwähnt,m seinen Standortsansprüchen sehr anspruchslos. Sie kann überallVorkommen. Immerhin bevorzugt sie, um größere Komplexe zu