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III. Die physiognomisch interessantenBildungen auf den untersuchten Mooren.
Dieses Kapitel gibt eine Beschreibung derjenigen Bildungen,die auf allen Mooren Vorkommen, und die zur Charakterisierungder Moore beitragen können. Das Moor besitzt ja nicht, wie zumBeispiel eine Wiese, eine einheitliche, gleichförmige Oberfläche,sondern es bestehen kleine Erhebungen und Einsenkungen, die demganzen Moor ein heterogenes Aussehen geben. Diese Bildungennun in ihren spezifischen Wachstumsbedingungen zu charakteri-sieren, ist der Zweck der folgenden Ausführungen.
1. Die Bülten.
Diiggeli definiert in seiner „Pflanzengeographischen Mono-graphie des Sihltales bei Einsiedeln“ die Bülten folgendermaßen:„ . . . Wir treffen eigentümliche, 30 bis 60 Zentimeter hohe Er-hebungen mit ziemlich gleichem Durchmesser nach allen Seitenhin, sie nennt man Bülten.“
Die Entstehung erklärt er: „Die Bülten sind entweder einreines, mit unbeschränkter Wachtumsfähigkeit ausgestattetes Torf-moospolster, das auf dem Längsschnitt schöne radiale Anordnungder einzelnen Individuen zeigt und nach 1 innen in Torf im Statusnascendi übergeht, oder sie bildeten sich um eine Moorkiefer odereinen mächtigen Callunabusch, ihn als Kern benützend, und sinddann gewöhnlich von Pinus montana var. uncinata oder von Heide-kraut gekrönt.“
Die beiden Entstehungsarten konnten rein physiognomisch fest-gestellt werden. Diejenigen Bülten, die keine oder nur ganz kleineSträucher tragen, haben sich wohl durch Wucherung derSphagneen gebildet, erst nachträglich siedelten sich die Sträucheran. Die auf diese Art entstandenen Bülten sind mit Typus 1 be-zeichnet; den Typus 2 repräsentieren diejenigen Bülten, die von