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Pflanzengeographische Beobachtungen auf einigen schweizerischen Hochmooren mit besonderer Berücksichtigung des Hudelmooses im Kanton Thurgau / / von Grete Josephy aus Zürich
Entstehung
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I. Monographie des Hudelmooses(Kanton Thurgau).

A. Allgemeine Uebersicht über das Gebiet und die An-lage der Arbeit.

Das Hudelmoos ist das größte und interessanteste Moor imOber-Thurgau. Es liegt zirka 3 Kilometer südlich der Bahn-station Amriswil und zirka 2 Kilometer östlich von Ziehl-schlacht (Siegfriedkarte Blatt 74). Seine Höhe ist 520 Meter ü. M.

Geologischer Ueberblick. Das Moor liegt aufeinem ziemlich ausgedehnten Hochplateau ohne nennenswerteBodenerhebungen. Im Süden fällt das Plateau gegen das Sittertalab. Dort beginnt eine typische Drumlinlandschaft mit vielenkleinen Mooren. Im . Norden reicht es noch ungefähr 1 Kilo-meter weit bis Käuchlisberg; dann geht es durch einen ziemlichsteilen Absturz von etwa 70 Meter Höhe in eine ausgedehnteSchotterebene über, die sich nach Norden bis über den Seerückenerstreckt. Dieses Plateau ist aus Grundmoränenmaterial der letztenEiszeit aufgebaut. Das ganze Gebiet bis weit gegen Westen warvom Kheingletscher bedeckt.

Die Entstehung des Moores läßt sich folgendermaßen er-klären: der Rückzug des Gletschers ging unregelmäßig vor sich,es lösten sich einzelne Teile los. Solch ein zurückgebliebenes Stückdes Gletschers blieb wohl in der Gegend des Hudelmooses liegen.Durch das Gewicht des Eises entstand eine Einsenkung in derGrundmoräne. Das Eis schmolz dann langsam ab und die Wannefüllte sich mit Wasser. Es war also ein See entstanden, dessenBoden die Grundmoräne bildete. Diese besteht zum größten Teilaus sandigem, lehmigem Schottermaterial, das der Gletscher ausden umgebenden Schottermassen mitgebracht hatte. Der See hattedaher undurchlässigen Grund. Im Laufe der Zeit wurden dem See