Pflanzengeographische Beobachtungen
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über den anderen Tabellen. Es gibt nur sehr wenige Komponenten,die in verschiedenen Aufnahmen Vorkommen, hingegen findensich zufällige Beimischungen in größerer Zahl. Auffallend istdie große Zahl der Moose im Verhältnis zu den Blütenpflanzen.Es läßt sich dies aus der Anspruchslosigkeit der Moose in Bezugauf Raum und Licht erklären.
Interessant ist das Callunetum auf größeren Flächen, wennman auch die Einsprenglinge dazurechnet. Bei einer Exkursionam 5. Mai 1917, also früh in der Vegetationsperiode, fiel mir auf,daß die Callunabüsche nur. kleine Strecken bedecken und zwischensich häufig schwarze Flecken von nacktem Torf lassen. DieseStellen sind 0'5 bis 1 Quadratmeter groß. Besonders auffallendist dies natürlich im Frühling vor dem Erwachen der Vegetation.Später verwischt sich die Erscheinung, weil die anspruchslosenArten jedes Fleckchen freien Bodens besiedeln. Es macht denEindruck, als oh hier und dort Feuer angelegt worden wäre, daseinige Callunastöcke vernichtet und so Raum geschaffen hätte.Eine befriedigende Erklärung für diese Erscheinung habe ichnicht finden können. Es ist möglich, daß künstliche Einflüsse vonMensch und Tier eine Rolle spielen. In kleinen Lücken oder anweniger dichten Stellen der Callunadecke kann auch der Schnee-druck mithelfen. Wenn so eine kleine Vertiefung entstanden ist,in der sich Wasser ansammelt, können andere Pflanzen, vor allemMoose, einwandern, die mit Calluna in Konkurrenz treten und siezugrunde richten. Auf jeden Fall haben wir es nicht mit einerprimären Erscheinung zu tun, sondern unzweifelhaft mit einerKegression, einer Zerstörung (vergleiche Schlenkenbildung).Interessant ist die Wiederbesiedlung dieser nackten Stellen, diedurch die Zeichnungen 2 und 3 illustriert sind. Es kommen vorallem Moose und Flechten in Betracht. Zeichnung 2 zeigt ein ganzjunges Stadium, in dem die Wiederbesiedlung hauptsächlich durchDicranella. cerviculata geschieht. Dieses Moos ist überhaupt typischfür nackten Torf, es kommt auch häufig an den steilen Wändenjunger Torfstiche vor. Daneben treten sehr bald Polytrichumstrictum und Cladonia fimbriata und pyxidata auf. Ein älteresStadium zeigt die Zeichnung 3. Hier ist vom Rande her schon hiePflanzengeograph. Beobachtg. 1920
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