50
G. Josephy
B. Allgemeine Uebersicht über das Moor bei Altmatt
(Kanton Schwyz).
Das Moor bei Altmatt ist das höchstgelegene der von miruntersuchten Moore. Es liegt zirka 900 Meter ü. M. im Hochtalder Biber zwischen Rotenthurm und A.ltmatt und hat eine Längevon zirka 5 Kilometer. Es gehört schon zu den Mooren der Vor-alpen und zeigt deshalb charakteristische Unterschiede zu den be-[ handelten Mooren des Vorlandes. Vor allem ist das Auftreten vonTrichophorum caespitoeum und von Pinus montana var. uncinataan die Höhenlage gebunden.
Zur Wahl dieses Moores bestimmte mich hauptsächlich derUmstand, daß es einen wunderbaren, großen und noch relativ un-berührten Bestand von Pinus montana Var. uncinata-Kuschelnbesitzt. Diesen typischen Hochmoorwald etwas näher zu studieren,war mein Ziel.
Im sogenannten Aegeriried, nördlich von Altmatt, erhebtsich kuppenartig dieser Pinus montana-Bestand, der dem Namen„Hochmoorwald“ durch die Wölbung seiner Oberfläche alle Ehremacht. In einem Gürtel ringsum finden wir vereinzelt schöne' Bülten und Schlenken. All das sowie den Eriophorum vaginatum-Bestand bespreche ich in einem späteren Abschnitt.
Der übrige größere Teil des Moores ist durch Maschinenvollständig abgetorft, und zwar so radikal, daß keine richtige Neu-besiedlung mehr eintreten kann. Mit dieser, hauptsächlich gegenRotenthurm hin gelegenen Partie habe ich mich .fast gar nichtbeschäftigt.
Die Verlandung der jungen, nicht gar zu weit abgebautenTorfstiche geschieht wieder in der gleichen Weise wie bei denvorher besprochenen Mooren. Wir finden zum Beispiel bei einersolchen Aufnahme Equisetum liinosum, Carex elata, Menyanthestrifoliata, Pedicularis palustris, dann von den Moosen MniumSeligeri, Climacium dendroides, Ilrepanocladus exannulatus undAcrocladium cuspidatum.
Ich führe das. nicht, näher aus, weil es nur eine Wiederholungdes Vorhergehenden wäre.