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Pflanzengeographische Beobachtungen auf einigen schweizerischen Hochmooren mit besonderer Berücksichtigung des Hudelmooses im Kanton Thurgau / / von Grete Josephy aus Zürich
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G. Josephy

Wald vom Myrtillus-Typus, wie ihn Melin für die trockengelegtenMoorböden beschreibt.

Die zweite Frage nach dem Endstadium des Moores ist vielschwieriger zu beantworten. Bevor ich darauf eingehe, will ich dieAnsichten einiger Moorforscher darüber anführen: C. A. WeberinAufbau und Vegetation der Moore Korddeutschlands gibt eineEntwicklungsreihe der Torfmoore vom Flachmoor zum Hochmoor.Als letzte Stufe führt er, nach erneuter Versumpfung auf un-durchlässigem Grund, den Sphagnum-Torf an. Die Pflanzengesell-schaft setzt sich nach C. A. Weber zusammen aus: Sphagnummedium, acutifolium, teres; Begleiter sind: Trichophorumcaespitosum, Eriophorum vaginatum, Eriophorum angustifolium,Scheuchzeria palustris, Bhynchospora, Drosera, Oxycoccus. Webersagt:Ohne äußere Einflüsse hätten wir noch den Sphagnum-Torf; er nimmt also das Sphagnetum als das Klimaxstadium dernorddeutschen Torfmoore an.

L. v. Post gibt in seinenStratigraphischen Studien übereinige Torfmoore in Närke auch das Sphagnetum als Schlußglieddes Moores an.

Im Werke überDie Moore der Schweiz von Früh undSchröter folgt in derTypischen Schichtenfolge auf das Erio-phoreto-Sphagnetum das Callunetum oder Pinetum als Schlußglieddes austrocknenden Moores.

In der Schweiz haben wir es in den seltensten Fällen mitursprünglichen Verhältnissen zu tun, daher wird vom Schlußglieddes austrocknenden Moores gesprochen. Dürfen wir unter diesenUmständen überhaupt ein Urteil über die Entwicklung unberührterHochmoore fällen? Eine Berechtigung dazu sehe ich darin, daßwir fast immer in der Literatur Angaben fanden, die mit unserenBeobachtungen übereinstimmten, daß also die primären Entwick-lungsreihen in großen Zügen den sekundären entsprechen. Wirdürfen also Beobachtungen auf kleinerem Baum verallgemeinernund rekonstruieren. Ich komme bei der Besprechung der Bültendarauf zurück und möchte jetzt noch die Verhältnisse auf demMoor bei Altmatt zur Lösung dieser Frage betrachten. Dort habenwir einen Hochmoorwald mit Bültenbildung und Sphagneten. DasProblem besteht nun darin, ob, unbeeinflußt von Menschen, derZustand so bleibt wie er ist, oder ob die Bäume zum Vorherrschen