Pflanzengeographische Beobachtungen
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großen Sträuchern oder Bäumen bewachsen sind, welche wohlprimär den Kern bilden.
Damit ist. aber noch keine Erklärung gegeben, auf welcheArt die Biiltenbildung überhaupt zustande kommt, wieso an dereinen Stelle die Sphagneen stärker wuchern, als an der anderen.Im allgemeinen kann man wohl sagen, daß die Bültenbildung dasnormale Wachstum des Moores darstellt, daß also ohne regressiveEntwicklungsreihen die Oberfläche des Moores die obersten Teileder Bülten verbinden würde. Durch Regressionen — Rück-bildungen — aber entstehen immer wieder Einsenkungen in dernormalen Hochmoordecke. Die Schlenkenbildung (Erklärung sieheAbschnitt Schlenken) ist also der anormale Vorgang, der zurBültenbildung führt. Das ist die Erklärung der Entstehung derBülten von Typus 1, für diejenigen von Typus 2 ist der Grund zurBildung wohl ein anderer. Durch die Beschattung entsteht ein lokalgünstigerer Standort für die schattenliebenden Moose, sie siedelnsich im Schutze der Bäume an und können intensiver wachsen alsdie ungeschützten Moose der Umgebung. Außerdem haben sie einenVorsprung über ihre Umgebung schon dadurch, daß sie sich aufden etwas erhöhten Wurzeln der Bäume und Sträucher ansiedeln.Als zweiter Faktor kommt natürlich wieder die Schlenkenbildungdazu, die durch das Abfließen des Wassers an den Wänden derBülte begünstigt wird. Koch eine dritte, allerdings seltene Artder Bültenbildung können wir unterscheiden, und zwar durchpolsterbildende Moose. So fand ich im Moor bei Rfäffikon eineBülte von zirka 40 Zentimeter Höhe, die fast ausschließlich auseinem riesigen Leucobryumpolster bestand. Nachträglich wurdees bewachsen von Ilylocomium .splendens, das auf der Schatten-seite vorherrschte, und von den Phanerogamen Dryopteris spinu-losa, Frangula Ainus, Oxycoccus quadripetalus, Calluna vulgaris.
Die Bülten sind so interessant, weil sie die typischen Hoch-moorinseln in stark abgebauten Mooren, wie zum Beispiel demHudelmoos, sind. Jede Bülte für sich stellt ein eigentliches kleinesHochmoor dar, auf dem die verschiedenen Stadien der Verlandungzum Teil oder vollständig zu konstatieren sind. Auch wenn maneine ganze Reihe von Bülten, von der erst beginnenden bis zur vollausgewachsenen, betrachtet, kann man die Entwicklungsreihe ver-folgen.