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Pflanzengeographische Beobachtungen auf einigen schweizerischen Hochmooren mit besonderer Berücksichtigung des Hudelmooses im Kanton Thurgau / / von Grete Josephy aus Zürich
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96
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G. Josephy

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nacktem Torf mit Dicraueüa cervieulata und in der Polytricham-tundra, geben aber der Vegetationsdecke nie ihr Gepräge. Vongrößerer Bedeutung kann Lencobryum glaucum werden, das in-folge seiner Organisation (es schafft sich einen eigenen Bodendurch Vertorfung der älteren Stengelstücke) ganze Bülten bildenkann. (Vergleiche Bültenbildung.)

Ganz kurz sollen auch die Moose des Hochnroorwaldcs be-sprochen werden, die ebenfalls der ersten Gruppe angehören.Sie sind bedeutend anspruchsvoller als die schon beschriebenen.Sie leben unter günstigeren Bedingungen in einem viel gleich-mäßigeren Lokalklima, bedingt- durch die Beschattung durchBäume, Sträucher und .Reiser. Anderseits haben sie einen schwie-rigeren Stand durch die Konkurrenz, der Reiser, besonders Vacci-nium Myrtillus und Calluna vulgaris. Diese Konkurrenz er-tragen sie durch ihre große Anpassung an Beschattung und dieAusnützung der obersten, von den Phanerogamen nicht 'benütztenBodenschicht. Zu diesen Moosen gehören hauptsächlich Dicranumundulatum, Scleropodium purum, Hylocomium splendens, Hylo-eomiurn Schreberi. und selbstverständlich findet sich auch Poly-triehum strictum in dieser Assoziation. Dies alles sind aber keinespezifischen Moormoose, sie kommen sämtlich auch in anderenWäldern vor. Wie erwähnt, kann auch der Hochmoorwald indieser extremen Form nicht -mehr zu den eigentlichen .Moor-beständen gerechnet werden. Interessant ist noch die Assoziationvon Dicranodontium longirostre und Georgia pellucida, sie wurdeschon bei der Beschreibung der Torfwände im Hochmoorvvaldbei Rift'erswil berücksichtigt.

Xm Gegensatz zu allen bis jetzt besprochenen Moosen stehtdie Gruppe der Sumipfmoose, die viel Feuchtigkeit verlangenund einen Teil der Vegetationsperiode gewöhnlich halb nnter-get-aocht verbringen. Diese Moose, die der zweiten Gruppe an-gehören, kommen, nach meiner Definition von Hochmoor undFlachmoor, hauptsächlich in Flachmoorbestiiinden vor. Sie be-vorzugen -den Carex inflata-Bestand, das Rhyncbosporetum undvor allem die Schlenken. Ich möchte aber nochmals bemerken,daß die Unterscheidung hier von geringer Bedeutung ist, weilerstens alle die Moore nicht mehr ursprünglich sind und zweitensdie Definition durch die immerwährenden Regressionen er-