Wo durch des Thaies BlumenmattenDes Felsenquells Gewässer fliesst,
Und in der Wallnussbäume SchattenSich murmelnd in den See ergiesst;
An den beschilften Ufer blicketAus Laubgewölbe Ort an Ort,
Und in der rebumrankten HütteWohnt noch der Väter alte Sitte —•
O wär’ ich dort! 0 wär ! ich dort!
Wo von der Fluh, im SilberschimmerDas Bächlein spielend niederschwebtDann schäumend durch GranitgetrümmerVon seinem Sturz der Fels erbebt,
Und über ihm das Alpenhorn. hallet —Zu jenen Höhen treibt’s mich fort,
Wo an des Erdballs höchsten GränzenDes Glaubens fromme Zeichen glänzen.
0 war’ ich dort! 0 wär’ ich dort!
Wo die Natur zur hohen FeierDer Allmacht Gottes ernst uns winkt,Und Psyche, ihre Bande freier,
Des Lebens, reinste Wonne trinkt:
Die niedern Leidenschaften schwinden,Wie unter uns im Thal der Ort;
Klein wird die Welt, wie ich sie sehe,Und mich ergreift der Gottheit Nähe —0 wär’ ich dort! 0 wär’ ich dort!