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Pappenheim kam. Im gleichen Jahre wurde die Burg von denBayern eingeäschert.
Hohenstoffeln (845 m.) In dieser Burg sass 1056 Geb-hard, der Bischof von Regensburg , ein Bruder des KaisersKonrad II gefangen, weil er einer Verschwörung beschuldigtwar. In ihren Hallen hielt Kaiser Friedrich I. für einige Zeitseinen Hof Hier sang um 1279 Conrad von Stoffel sein grossesHeldengedicht „Gabriel von Montavel". Ferdinand von Howen-stein sammelte im 30-jährigen Kriege auf eigene Kosten eineCompagnie zu Fuss und zu Pferd auf dieser Veste SelbstWiderhold, am 15. August 1632 nächtlicher Weile stürmend,vermochte nicht, Herr zu werden. Erst Bernhard von Weimar brach im Jahre 1833 den Widerstand der tapferen Vertheidigung.Im Jahre 1649 kam Hohenstoffel wieder an die Familie vonHornstein zurück und ist heute noch in deren Besitz.
Die Aussicht von der Höhe ist eine der reichsten undreizendsten des Hegaus; man erblickt Höweneck, Stetten , Höwen,Mägdeberg, Hohentwiel, Staufen, Nellenburg , Friedingen , Hom-burg, das alte Bodmann und das Städtchen Engen , dann die StadtKonstanz und das Kloster Reichenau und die ungeheuere Alpen-kette von den Grenzen des alten Vindeliciens bis gegen den Berg,auf welchem dem Penninus ein Tempel erbaut ward.
Lohnend ist eine Fahrt nach
Lindau hat wohl seinen Namen von den schönen Lindenerhalten, welche jetzt noch auf der Insel wachsen. Auch dasWappen der Stadt ist eine Linde mit gebogenen Zweigen; dieWurzeln stehen im goldenen Felde.