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Donauescbingen In der Obersee.
Hauptstrasse an der fürstl. Domainenkanzlei vorbei bis zueiner Brücke, jenseits deren rechts der Eingang zum fürstlichenPark. Dieser ist stets zugänglich, das darin gelegene Schlossjedoch nicht.
Bei Letzterem wird ein ummauertes Becken mit klaremWasser, welches aus dem Grunde entsprudelt und in einem unter-irdischen Kanal ca. 30 m. weit in die Brigach geleitet ist, durcheine Inschrift als Donauquelle bezeichnet (678 m. überm Meer;2840 Kilom. bis zum Meere). Der Yolksmund gibt jedoch dem'Flüsschen den Namen Donau erst nach der Vereinigung vonBrigach und Brege: „Brig und Breng bringen d’Donau zweng.“
Auf einer Anhöhe hinter der Kirche und dem Schloss er-hebt sich der 1868 vollendete Karlsbau „Bonarum artium etnaturae studiis“ gewidmet.
In der Nähe der Post die fürstliche Bibliothek und dasArchiv. Erstere ist seit 1860 mit der Lassbergischen vereinigtund zählt 80000 Bände und etwa 1000 Handschriften, darunterviele altdeutsche. Im Bibliothekgebäude befindet sich auch dieKupferstichsammlung, sowie die Münzsammlung.
Im Gasthaus zum „Schützen“ findet man gute Unterkunft.
In den Obersee.
Friedrichshafen , das alte „Buchorn“ ist ein Städtchenmit 3300 Einwohnern. Es besteht aus dem ehemaligen Reichs-- Städtchen Buchorn, dann der Neustadt und dem k. LustschlosseHofen mit doppelthürmiger, weithin sichtbarer Kirche.
Schloss Hofen war ehemals Kloster, und dient jetzt derWürttembergischen Königsfamilie alljährlich als Sommersitz. Vor
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