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Konstanz
Ost, liegt am nordwestlichen Ende des Bodensees, da wo der Rhein tte ; ausfliesst, unter 48° nördlicher Breite und 27 östlicher Länge,.)§ ca. 407 Meter über dem Meeresspiegel.
® Konstanz hiess im Mittelalter „Costnitz“, dann „Costantz“
ffll und wird vom Yolk jetzt „Costez“ genannt.
■ y t Konstanz wurde um das Jahr 304 nach Chr. als römisches
at Castell durch Constantius Chlorus gegründet. Bald darauf erhob| j es sich in der Mitte des 6. Jahrhundert zum Bischofssitz undlal | war lange Zeit vorübergehend der Lieblings-Aufenthalt dery deutschen Könige und Kaiser. Hier ward jene grosse Reichs-versammlung 1183 von Kaiser Friedrich Barbarossa gehalten,bekannt unter dem Kamen des „lombardischen Frieden“.
Im Mittelalter hatten Hus-, Ketzerrichter und ZelotismusTlir. vorzugsweise hier ihren Sitz aufgeschlagen und es war eine'A> Stätte der wildesten Judenverfolgung (1348 bis 1430). Ferner-war es der Henkersort für die muthigen Glaubenskämpferf® Johannes Hus (verbrannt 1415) und Hironymus von Prag (1416),mi'"— ijnd das geistliche weltliche Forum, vor dessen Konzils-s ui Schranken (1414—1418) drei Päpste Johann XX1I1., Gregor XII. las und Benedikt XIIT. abgesetzt und in den Kerker geworfen wurden,«i Jahrhunderte lastete es wie ein Fluch auf der einst in Handelick und Gewerbe blühenden Stadt und obgleich in der jüngst ver-itlitt gangenen Zeit dort der vortreffliche Wessenberg : gegen dieiici finsteren Geister des Mittelalters angekämpft hatte, so blieb est iä doch still in den Strassen bis das mächtige Zaubermittel desuh 19. Jahrhunderts, die Eisenschienen, auch Konstanz der Ver-»hgessenheit entrissen und einerseits mit Basel , anderseits durch
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