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Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
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Zürich

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ul* einander so gegenüber, dass der See dadurch einem fast ßiesen-sfcrom ähnlichen Charakter bekommt und man bei der nicht ein->o|; ständig grössten Breite jeden Gegenstund am Ufer deutlich er-att kennen kann. Der durchsichtig blaugrüne Wasserspiegel wirdt;i von zahlreichen Dörfern, Höfen, Landsitzen und Fabrik-Etablisse-fji ments umlagert, die ihm einen lebensvollen Beiz verleihen, wieaii es keinem anderen Binnengewässer deutschredender Lande eigenist In ununterbrochener Kette schwimmen bei einer Dampf-o* Lootfahrt die betriebsamen hellblinkenden, kokett in das Laub!|B : der Obstbaumwälder versteckten Ortschaften vorüber, ein redendestli! Zeugniss von dem herrschenden Wohlstände seiner Anwohner,ufr Dabei spricht Milde und klimatische Weichheit aus der übrigenitt Vegetation, aus dem sanften Ansteigen der umliegenden Hügel-tfr formen. Und doch verliert bei allen diesen Lieblichkeiten das»a grosse schöne Bild nie den Charakter einer Schweizer -Landschaft;(eh denn über dem gesegneten Vorgelände der nächsten Ufer steigen_ bald waldbekleidet, bald triftengrün, höhere Berge an, über denen8m in stiller Erhabenheit die Kette der Glarner - und Schwyzer-AlpenHl sich aufbaut. Aber gerade dieses Abstufen in den Formen undgft Farben, diese äussersten Gegensätze von Menschenwerk und vony, hoher Haturmajestät, verleihen dem Zürichersee zauberische ReizeSeine Hauptnahrung erhält der See durch den Einfluss deraus dem Kantone Glarus kommenden Linth, welche zuerstindeny, Wallensee sich ergiesst, dann abei, aus diesem durch das regu-^ lirte Strombett des Linthkanals wieder ab- und dem Züricher-See zufliesst. Als Limmat verlässt dann in Zürich das geläuterte(jj Seewasser wieder das grosse Becken, um im rasch fluthenden^ Gewell nach 7 stündigem Lauf sich in die Aare zu ergiessen.; t j ä Bapperswyl gegenüber theilt die weit in den See vorspringende

,j ( j Landzunge vor Hürden den obersten Theil desselben ab; dieser