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e ® Voran stehen: Bau des Polytechnikums wie von einerAkropolis überragt, breitet sich die Häusermasse zwischen Zürich -'V : borg und Albis behäbig aus, während die Vorstädte theils mitI weiten Armen das Nordende des Sees umklammern, theils ihreH Vorposten an den grünen Abhängen luftiger Höhen aufstellen.M Dieses augeerfrischende und herzerfreuende Tableau erhältdurch die schneebedeckten Hochgebirge, welche im imposantenHalbzirkel den Obersee umlagern und wie plastische Denkmälerr }| einer geheimnissvollen Vorzeit hinter den wellenförmig aufsteigenden, Hügelgebilde herausragen, den würdigsten Hintergrund.
Das Innere der Stadt ist eng und hügelig; desto unbe-tä *, schränkter und freundlicher gestalten sich die neuen Stadttheileda mit ihren Prachtbauten. Jener schneidende Gegensatz, der zumalterthümlichen, wunderlichen noch reichstädtischen Physiognomieg, tragenden Häusererkern, die neuen ausserhalb derselben empor-„I gewachsenen geschmackvollen Anlagen und oppulenten Bauten^ von Palästen, Gasthöfen, Schulhäusern und Villen, verleiht Zürich . ein besonders charakteristisches Gepräge.
-e Zürich — welches im 16. Jahrhundert den ersten Anschluss
Eil zur kirchlichen, im 19. zur politischen Eeformation der Schweiz bl, s gab — ist von Alters her durch Kunstbestrebungen und denleii regen Sinn für Wohlthätigkcit bekannt, ln industrieller Be-tel ziehung gilt Zürich nach Lyon und Mailand als der bedeutendsterfc Platz für die Seidenfabrikation. Der Kanton beschäftigt 85000M Personen (28000 Webstühle) mit einem Arbeitslohn von jährlich]li 18 Millionen Francs auf die Seidenindustrie. Der fleissigen,in: strebsamen und auffallend praktischen Bevölkerung ist ein grosserdt: Hang zum Herkömmlichen eigen. Man prüft sorglich und bedächtigdas Heute, ehe nian mit der todten Tradition von gestern brichf.