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Konstanz.
Auch der Wiesen- und Waldbau ist nicht unbedeutend; dagegentritt der Getreidebau in der Nähe des Sees zurück. Stunden-lang wandelt man, zumal zwischen Lindau und Friedrichshafen und bei Arbon am thurgau’schen Ufer, wie in einem Gartendahin, so dicht stehen die Obstbäume in den saftigen Wiesen undan den Raine a zu beiden Seiten der Strassen.
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Der Verkehr auf dem Bodensee und an seinen Ufern istsehr lebhaft. 10 Bahnlinien münden in den verschiedenen Ufer-orten aus. (Die sogenannte Bodenseegürtelbahn umfasst bisjetzt die Strecken: Lindau -Bregenz -St. Margarethen-Rorschach-Romanshorn-Konstanz.) — 31 Dampfschiffe, darunter 6 sehrcomfortabel eingerichtete Salondampfer — der bayerische „Wittels-bach“ und der badische „Kaiser Wilhelm “ sind die grössten undschönsten — durchfurchen Tag für Tag den See nach allenRichtungen. Ausserdem führen 2 gewaltige Trajectdampferje 14 — 16 beladene Eisenbahngütenvagen und viele Traject-schleppschiffe je 8 Wagen von Bayern , resp. Württemberg nachRomanshorn und nach Konstanz , und dabei beleben grössereund kleinere Schlepp- und Segelschiffe den weiten Seespiegel.Wohl kaum ein anderer See hat so bedeutenden Personen- undGüterverkehr als der Bodensee . Die Dampfer allein befördernjährlich über 400,000 Passagiere und 14 bis 15 Millionen CentnerFrachtgüter. Sehr nahmhaft ist die Einfuhr von ungarischenGetreide über Lindau nach Romanshorn in die Schweiz . — Einvollständiges Telegraphennetz umspannt alle Ufer, ergänztvon zwei unterseeischen Leitungen — von Friedrichshafen nachRomanshorn und von Lindau nach Rorsehach.
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Zu den kleineren Spazierfahrten auf dem See sind anallen Orten um billigen Preis hübsche Kähne zu bekommen.