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Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
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Konstanz.

Das Jnnere der Kirche besteht aus Mittelschiff und zwei Seiten-schiffen. Das Gfewölbe wird von 16 Säulen getragen, die 9 m,hoch, lm. dick und je aus einem Sandsteinblocken aus einemSteinbrueh bei Bodmann gehauen sind; sie gehören den 13. Jahr-hundert an. Nördlich von der Thür ist die Welsersche Kapellemit schöner Steinhauerarbeit und dem Monument des BischofsOtto IV. eines Grafen von Sonneberg f 1490; die Statuen wurden1527 von den Bilderstürmern zerstört Im mittleren Gange unweitdes westlichen Portals zeigt man die Steinplatte, auf welcherJohann Hus am 6. Juli 1415 seiner priesterlichen Gewänder undWürde entkleidet wurde. Die Kanzel wurde 1680 von einenSt. Gallen Schreiner verfertigt.

In der Mitte des Chors ist das schöngegossene Grabmaldes 1417 in Gottlieben gestorbenen Erzbischofes Hallum vonSallisburg, und zu beiden Seiten die herrlichen, leider mit einerOelfarbschichte überpinselten Chorstühle mit Schnitzarbeiten desKünstlers Nikolaus Lerch aus dem 15. Jahrhundert, ln derSakristei sind gute Steinarbeiten und Gemälde von unbekanntenKünstlern, in der Schatzkammer ein noch immer sehenswertherKirchenschatz, schöne Mosaiken und 3 mit prächtigen Miniatur-malereien gezierte Missalen aus dem Ende des 15. Jahrhunderts;ein viertes Missale wurde gestohlen.

Im Nebenchor links vom Hochaltar, erbaut 1433, ist dasGrabmal des 1355 von Cunrat von Homburg ermordeten BischofsJohannes IV. von Windegg, und in einer unterirdischen Kapelledas des Bischofs Otto III. von Hohburg und Röteln, gestorben1432. Der rechte Nebenchor aus 1438 enthält eine schöne, voneinem Priester hergestellte Schneckenstiege, sowie die aus Steingearbeitete bemalte Gruppe der sterbenden hl. Jungfrau mit den