heute mit seinen zierlichen paarweise in der Mauerstärke hinter-einander stehenden und in je zwei Paaren drei Spitzbogen3 zwischen kräftigen Mauerpfeilern tragenden romanischen Säulchendas Auge erfreut und in heissen Sommertagen zu einem kühlenjj,, Spaziergang um den im Hofe plätschernden Springbrunnen ein-j (1 : ladet. Die älteste Bemalung des Kreuzganges musste zu Endedes 17. Jahrhunderts einer geschmack- und styllosen Darstellung•jj; der Lebens- und Leidensgeschichte Christi w eichen, die, in ihrem]t ohnehin sehr beschädigten Zustande der Erneuerung nicht würdig,übertüncht wurde, um jetzt einem neuern Freskencyklus mitBildern aus der Geschichte der Insel selbst Platz machen. Im% östlichen Tract des Kreuzganges wird der Besucher durch zweiausnehmend schöne Rundbogenfenster gefesselt, w elche ein gleich-falls rundbogiges Portal flankiren durch das man ins ehemaligeKlosterrevental oder Refektorium gelangt. Diese Fenster mit^ ihren ausserordentlich fein ornamentirten Säulchen und das Portal^ gehören noch ganz dem rein romanischen Styl an, dass die Ver-^ muthung begründet erscheint, sie rühren noch von dem vor^ Erbauung des Klosters hier gestandenen Bischofshof her.
w Treten wir durch das Portal ein, so finden wir, dass in dergemüthlichen alten Trinkstube, wozu das Refektorium mit Holz-j. i getäfel und launigen Sprüchen an den Wänden jetzt dient,wohl nicht schlechter für eine „Refektion“ gesorgt ist, als zu der^ Mönche Zeiten und dass sich hier gewiss heute noch angenehmer. eine Sitzung halten lässt, als zu Zeiten des Concils, während^ dessen die „vierte (italienische) Nation“, bestehend aus Lamparten,Rom, Sicilien und Napols etc. in diesen Raum Rathes pflegte.
1 1 Widerstehen w ir, nachdem wir uns zum Weitergehen gestärkt,fei der Versuchung schon jetzt vom Refektorium herauszutreten auf