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Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
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Konstanz.

das spätere Kloster Kreuzlingen , jetzt Schullehrerseminar,eine kleine Viertelstunde südwärts. Die im Zopfstyl ornamentirteKirche besitzt eine plastische Darstellung der LeidensgeschichteChristi mit an 2000 hölzernen Figuren. Seit 1848 ist das Klosteraufgehoben.

Unweit davon steht die Villa Belle-Vue von Dr. Binswanger,ein gastliches Asyl für Gemüthsleidende; unten am See dieschön restaurirte Seeburg mit ihren Eckthürmen und Zacken-giebeln. An ihr vorüber zieht ein Uferpfad. Hinter der Seeburgerhebt sich stimmungsvoll der Remisberg.

Auf der Anhöhe über dem etwas weiter gelegenen DorfeKurzrückenbach ist das gute Wirthshaus zum Besmermit netter Aussicht und nahe dabei südlich aufsteigend das GutSchroffen, 2 Kilometer südöstlich von Konstanz , mit schönerparkartig angelegter Waldschlucht.

Dort oben liegen auch die Gaisberger Weiler, ursprünglichfür Mühlen angelegt; aber Wasser, Wald und Erdrutsch habendie künstlichen Linien verwischt. Reizende Wege durch dieThurgauer Obstgärten, durch Buchen- und Tannenwald führen vonda zum Gute Melgente mit freier Fernschau.

Vier Kilometer von Konstanz über den ebenfalls mit der Stadtnun zusammenhängenden Dorfe Emmishofen , auf steiler Berg-höh, erhebt sich das Kirchlein B e r n r a i n Sie verdankt ihre Entstehungeinem s. g. Wunder, das am Agnestag (21. Januar) 1381 vorge-gefallen sein soll. Wie die Sage erzählt, soll ein boshafterBube aus der Konstanzer Vorstadt Stadelhofen, Hamens Schapeler,der mit anderen Knaben Holz im Walde sammelte, dem daselbst