108
Hohentwiel.
sucht, welches ein Städtchen mit etwa 1500 Einwohner, einer ^grossen Baumwollenweberei und Spinnerei mit sehenswerthen ^Maschinen und hübschen Gartcnanlagcn um die Fabrikgebäude. IAuch besitzt es ein modern erbautes, schönes gräfl. Enzenberg’sches jlSchloss. g
Von Singen aus führt ein nicht sehr steiler und auch fahr- Ibarer Weg zu der zertrümmerten württembergischen Bergfeste inHohentwiel. Man gelangt auf demselben zuerst zu dem auf der :tkHälfte des Berges gelegenen Meierhof der Feste, welcher aus üeeinem Gasthaus und der Wohnung des Domainenpächters (dem Meeigentlichen Hofe) besteht, bei welchem sich auch das Pfarrhaus iilmit Kirche und Schule, sowie die Wohnung des Schultheissen albefindet. Bis zu dem Hofe herauf schmückt noch die Rebe den »ieisanften Abhang des Berges. In dem Gasthause mit guter Be- ^wirthung ist, im Falle man das Belvedere auf der Höhe besteigenwill, eine Karte zu 40 zu lösen und ein Führer zu haben.
Nun steigt man vor der schönen Linde bei dem Gasthause ’weine gepflasterte Strasse aufwärts und führt an dem Kirchhofe jivorüber, der noch einige alte Grabdenkmale besitzt. Auf der ?iiSeite der Strasse, welche sich merkwürdiger Weise nach Nordenkehrt, liegen die laufenden Brunnen der Feste. In etwa 20 Minuten * iist man nun am ersten Eingang der früheren Festung angekommen, ises ist das Alexanderthor, von welchem sich zu beiden Seiten indie schönste Aussicht eröffnet. Wahrscheinlich erhielt es dem dlHerzog Karl Alexander zu Ehren seinen Namen, welcher der diunteren Festung die Sternschanzen gab. Dieses Thor ist eigentlich !®ein unter Bastionen hinlaufender gewölbter Gang, der einen äZwischenraum hat, zu dem aber das Licht ungehindert herein- ,ifjfallen kann Dieser Gang bis zum Thorhause war die wichtigste inj