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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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Vaterlandes, nemlich nach Oeland, Gothland, West-Gothland und Schonen, deren im Druck herausge-gebene Beschreibungen, die Naturgeschichte und Oeko-nomte dieser Oerter in ein Helles Licht setzten. Indes-sen konnte für Linne nichts erwünschter seyn, alsder Anlaß, der sich noch im Jahr 1741- für ihn zeigte,wo er seine Talente im hellsten Lichte zeigen, und die-selben zum gemeinen Besten anwenden konnte, indemer nemlich zum Nachfolger des Pros. Lor. Robergauf den medicinischeu Lehrstuhl erwählt wurde, wel-che Ehrenstelle er bald nachher mit der mehv seinemHackg angemessenen Professur der Botanik vertauschendorfte. Rosen war in dieser letzter» Stelle aufRudbeck gefolget, jetzt tauschten Linne und er ihreStellen gegen einander, so daß jedermann sagenmußte, nun wäre ein jeder in seinem Element. DurchLLnne's Vorsorg wnchs nun wieder der botanischeGarten aus seiner Asche hervor, worin er seit dergräulichen Feuersbrunft vom Jahr 1702. gelegenhatte, wodurch er sich in den Stand gesetzt sah sei-nen zahlreichen Zuhörern, das, was er ihnen er-klärte, vorzuzeigen. Durch die Herausgabe seinerklora UNd kauns Luecica, seiner kbilolopliia kora-nics und der wiederholten Auflagen seines Natur-Sy-stems , hat er über die Naturgeschichte, deren Vaterer in diesem Jahrhundert genennt zu werden verdient,ein neues Licht verbreitet, und Männer erzogen, diein den entferntesten Weltgegenden die Reichthümerder Natur aufsuchten und bekannter machten, unddie darin» so zu Werk gegangen, daß man deutlichsehen konnte, Linne's Geist ruhe ob ihnen. So be-suchte Ralm das mitternächtliche Amerika; Hassel-quist Egypten und Palästina, Ternftröm, Toren

und

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