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die matt in den Gärten pflanzet, viel von dem Ge-würzhaften ihres Geruchs verlieren; am meisten aberuinß man sich vor jenen hüten, welche in einem sum-pstchten Boden an einem sonnenreichen Ort wachsen,weil sie meistens höchst nnangenehm schmecken undriechen.
Am stärksten zeigen sich die Eigenschaften der La-vendel-Pflanzen an ihren Spitzen: drese sind immer mitoinem Oel befeuchtet.
Sie haben einen schärferen Geruch, ehe die Blü-then ausgeschlossen sind; dann wenn dieses geschehenist und die Saamen beynahe reif sind, so verschwin-det der Geruch gröstentheils; darum soll man diesePflanzen entweder noch vor der Vlüthezeit oder also-bald nachdem sie zu blühen angefangen, einsammeln.Wenn die Witterung sehr heiß ist, so soll man die zumedicinischem Gebrauch bestimmte Pflanzen entwederam Morgen, oder noch besser, nachdem es einige Tagegeregnet hat, einsammeln; dann wenn die Sonnenstra-len lange auf sie gewirkt haben, so verdünstet das Oelso stark, daß bey Nachts-Anbruch fast nichts mehrdavon übrig bleibt. Und mag nicht die grössere odergeringere Menge von wesentlichem Oel, das mandnrch's Destillieren bekommt, gröstentheils von derverschiedenen Zeit des Einsammelns abhängen?
Noch ist anzumerken, daß alle QuirlförmigePflanzen in den Apothecken wohl müssen verwahrt,und in gut verschlossenen gläsernen Gelassen aufbe-wahrt werden, damit der flüchtige Geruch nichtverfliege.
Aus den Eigenschaften sowohl des Lavendels anrmd für sich selbst, als auch aus derjenigen der mei-sten andern Pflanzen aus der Ordnung desselben, läßt
sich