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Empfindung von Kälte folget, wie bey der Pfeffer»münze. Noch wenn man das Kraut kauet, verspührkman den scharfen Geruch, und daher kommt es, daßeinige Schriftsteller von der Materia medica ihn auchdem Geschmack nach unter die Gewürze zählen. Uebri-gens hat das Kraut beynahe den gleichen Geschmack,als die schon erwähnte Münze; nur -aß ihre erwär-mende und kaltmachende Eigenschaft etwas schwä-cher ist.
Der schmalblättrige L. (l.. anguttifoliä)hat nicht so scharfriechende Blätter, es ist ihm also derbreitblättrige (t.. larifolia) vorzuziehen.
Die l-. 8r<xcbL8 hat zwar einen weit stärkerenGeruch und Geschmack, als die l-. Spica, fie wirdaber schon lange nicht mehr in den Offictnen gebraucht,weil fie nicht gar angenehm ist.
Der vielgetheilte L. (mulcilicig) hat nichtnur unter allen andern den stärksten, erdpechartigenGeruch, sondern er schmeckt auch am bittersten.
Der gezahnte L. (I-.. ckenrars) kommt inden meisten Stücken mit der l- Sroechax überein.
Noch weißt man nichts von den Eigenschaften desgefiederten L. (I.. x> inn 3 r 3 ), wahrscheinlich hater vieles mit den Eigenschaften des vielgetheiltengemein.
Der fleischfarbe L. (k.. carnolL) hat, wiealle saftvollen Wanzen, die nur »«merklich ausdün-sten , gar keinen Geruch; daneben hat er einen et-was bittern Geschmack, besonders wenn mau die wäs-serigte Materie wegschaft, die seine Bitterkeit gleich-sam einwickelt.
Diejenigen Lavendel-Pflanzen riechen am stärk-sten/ welche wild wachsen; da hingegen diejenigen
die