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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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uige Bauren das folgende Iahe diese abgefallene Kör-ner zu gemessen.

4. Je neu gebackener und warmer «dieses Brod(No. 8 .) gegessen wurde, desto gewisser und hefti-ger wurden auch die Personen von der Krankheit be-fallen.

5. Diejenigen Einwohner welche die Frucht sorg-fältig reinigten, wurden gar nicht von der Krauk-

' heil befallen, und umgekehrt. Auch wurden darumnur arme Bauren und niemals die wohlhabendereClasse der Einwohner krank.

6 . Man gab insonderheit den an der Frucht sichbefindenden Raupen Schuld, die dieses Jahr in einerso überschwenglichen Anzahl vorhanden waren, daßman sich gezwungen sah, die Scheunen wo gedröschtwurde, alle Tage auszukehren, um die mit den Gar-ben hineingebrachten Raupen dadurch wegzuwischen.

7. Nach dem Bericht der Bauren waren dieseRaupen verschiedentlich gefärbt: sie hielten die schwar-zen mit rothen Köpfen für die giftigsten.

8 . Man traf zuweilen auf den Scheunen undKornböden todte Kayxn an. Die Bauren schriebenes dem zu, daß sie solche giftige Raupen gefressenhätten.

9. Endlich erzählte man mir von einem Baueraus dem Kirchspiele Svenljunga noch folgenden Fall:Dieser war arm, und hatte die noch ganz neue nichtsorgfältig erlesene Frucht zum Dörren in einen Ofengethan. Sein Nachbar kam dazu, und sah die mdem Korn befindlichen Raupen, und warnete ihn daß.er, kein Brod daraus backen solle, weil er selbst erstneuerlich von solchem die Krankheit bekommen. DerMann schlug aber des Nachbars Warnungen in den

Wind,