suchten es ins Feuer, ins Wasser und auch an dieWände hinauf zu springen. Andere, vornemlich jungeKnaben, wurden gleichfalls im Wahnsinn so scheuewie die wilden Thiere; sie liessen vom Haus weg,und wollten gänzlich die Menschen fliehen.
17. Wenn das Uebel lange anhielt, oder wenndemselben nicht recht begegnet wurde, so verlohreneinige nach öfteren Anfällen den Verstand gänzlich, an-dere verlohren den Gebrauch der Stimme, und nochandere trugen eine Lähmung der Hände und Füssedavon.
18. Die Brust selbst litte zuweilen von so hefti-gen Zückungeu, daß die Gefässe mit der äussersten Ge-walt Blut zum Mund hinaus ergossen, wobey dieKranken unförmliche Töne von sich gaben.
19. Auf dieses Blutspeyen erfolgte ein Auswurfvon Eiter und zuletzt von einem weißen Schleim, dereine solche Schärfe annahm, daß er die Theile wo erdurchstoß, ganz zerfraß.
20. Diesen Uebeln No. 18. und 19. machte end-lich der erwünschte Tod ein Ende.
So viel ich weiß, war dieses eine ungewohnteund, in Schweden wenigstens, noch nicht recht und ge-nugsam bekannte Krankheit. In andern Ländern hin-gegen hat man, wie wohl nicht häusig, doch mehreremale dieselbige beobachtet. Denn im Jahr 1697»wurde von den Marpurger-Aerzten eine solche epide-misch graßierende, mit Krämpfen begleitete, bösar-tige Krankheit beobachtet, die Horst sehr gut be-schrieben hat. (i) Im Voigtländischen beobachteteGeorg Leisner ein Arzt aus Planen, das gleiche Uebel,
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(1) Ox>. Ism. !I. x. 422.