Erste Kranken-Geschichtk
Eine vierzehnjährige ziemlich magere Tochter vostScheabo, einem in den Kirchsprengel Dannicke ge-hörigen Orte/ die ihre monatliche Reinigung noch niegehabt hatte/ fieng am Ende des Augstmonats 1746.an/ ein knebeln/ entschlafen und eine Schwere inihren Gliedmassen/ nebst einiger Schlaflosigkeit zu ver-führen. Nach Verlauf einiger Tage/ wurden ihreinige Wochen hintereinander des Tages mehrere maledie Hände zusammen gezogen, nnd die Füsse von Zü-kungen befallen, wobey ihr Schlaf und Appetit fastgänzlich mangelten. Neben den Krämvfen und Zu-kungen waren auch die Beine geschwollen/ die Krankeschwizte stark, hatte Hitze und Durst, und wahrenddes Anfalls die Heftigsten Schmerzen. Nachdem alsovierzehn Tage von dem ersten Anfall an verflossen wa-rer, ' ---d welchen die Kranke im Bette lag, fieng
f - den Füssen hinten aus zu schlagen, denK verdrehen, nnd am ganzen Leib Zuckungenz^ velommen, wobey sie weder während Noch nachdenr Paroxysmus ihrer selbst bewußt war. Wenn sisaber etwa bey sich selbst war, so athmete sie heftig,Nnd man bemerkte einen Schaum vor ihrem MundkNachher blieb die Krankheit sechs Wochen lang aus,aussett daß die Person zuweilen eine Steisigkeit in ih-ren Gelenken bemerkte, und die Geschwulst an denFüssen noch vorhanden war. Der Stuhlgang warzwahr im Anfang der Krankheit verstopft, wuvdsaber nachher wieder offen. Allein die Krankheit schiennur eine Zeitlang ausgeblieben zu seyn, um destöstärker wieder zu kommen. Ihre Füsse waren mußgeheilt: Die Person stellte sich im Winter der KältSD s Ass/