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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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52
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blos, und trat eines Tags kaum ins Hans hinein,als sie einen Krampf im Nacken verspührte, woraufzuerst der Kopf und hernach der ganze Leib langsamrückwärts gezogen wurden, so - sie rücklings zu Bo-den fiel, und zugleich wie ein erschreckter Mensch schrie.Zu gleicher Zeit schloß sie die Daumen in die Faustein, die Aerme wurden ihr gegen die Schultern hinge-drehet, und der ganze Leib wurde konvulsivisch er-schüttert; zuletzt zogen sich die Daumen ihrer Händemanchmal zusammen, manchmal aber wurden sie hinund her bewegt. Die Gliedmassen wurden ihr hier-auf ganz kraftlos, und gleichsam welk, und da siewieder zu sich selbst kam, athmete sie etliche mal mitHeftigkeit, als wenn sie niesten wollte, aus. Einsolcher Auftritt wurde unbestimmt, manchmal allezwey, oft alle drey Wochen wiederholt, wobey dieGeschwulst der Füsse, der Schenkel, des Gesichts, undendlich, die Hände ausgenohmen, des ganzen Körpers,immermehr überhand nahm. Uebrigens wurde sienicht mit Engbrüstigkeit befallen, hatte mittelmäßigenAppetit, aber wenig Schlaf. In diesem Zustand be-gehrte sie den 22. Hornung 1747. Hülfe. Ich gabihr ein bey der Hand habendes laxierendes Pulver *),

wovon

*) Das abführende Pulver war nach folgender Formeleingerichtet; Nimm: Sennenblätter eine Unze; Ja-lappen-Wurzel zwey Quentchen; Zehr-Wurz (Kacl.krl) ein Quentchen; auflöslichen Weinstein (Isrmruziolubilis) fünf Quentchen ; Fenchel und Coriander-Saamen von jedem zwey Scrupel; starken Zimmetein Quentchen; destilliertes Kranstmünzen-Oel (01.Äekilsr. Alenkkse) fünf Tropfen. Machs zu einemPulver.