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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
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59
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ungleichen/ Loch grossen und Langsamen Puls. Oftglaubten sie die Gelenke, und manchmal der ganzeKörper wolle ihnen entschlafen!, und nach den wie-derholten Zuckungen (die kaum von epileptischen An-fällen zu unterscheiden waren, ausser daß die Patien-ten während der Krankheit nicht so oft von Sinnenkamen) undKrämpfen, wurden gewöhnlich die Glied-massen geschwollen und aufgedunsen. Manchmal ent-standen auch nach einiger Zeit hin und wieder an demKörper Erhöhungen und Bläschen, die mit einer se-rösen, zähen Feuchtigkeit angefüllt waren. Häufigentstand auch eine Diarrhöe, welche oft die ganzeKrankheit hindurch dauerte.

Jetzt wollen wir noch die seltneren und unbestän-digeren Erscheinungen bey dieser Krankheit durchge-hen. Dahin können wir ein im Anfang der Krank-heit sich äußerndes Sträuben der Haare, ein Taumelnund eine Schwere im Kopf, im Verlauf der Krank-heit aber eine Empfindung von Kälte, oder von bren-nender Hitze im Körper, zählen. Ferner gehören auchAusschläge, Fleck- oder Nessel-Fieber, Nöthe des Ge-sichts , «Schweiß, ungewöhnliches Wachen, oderSchlafsucht, hieher: Zufälle, die nach der Verschie-denheit der Subjecte auch verschieden waren. Fer-ner eine gewaltsame Ausdehnung der Brust, die so-bald verschwand, als das Uebel sich auf die Gelenkeversetzte. Wenn die Krankheit sehr eingewurzelt war,so verlohren die Augen ihre Beweglichkeit, die Zungeihre Biegsamkeit, und die Finger krümmten sich. AmEnde kam noch eine wahre Fallsucht oder Lähmungdazu; selten ein Schlagfiuß, ein Nasenbluten, eineVlutstürzung aus den Lungen, oder eine Auszehrung,Und alle diese Erscheinungen die §. 9. 10. 11. ange-zeigt