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Thau heissen/ während der Blüthezelt des Rockens öf-ters auf die Saatfelder fallen. Denn dadurch sollendie einen Aehren unfruchtbar, die andern aber mitgiftigen Körnern angefüllt werden. O) Uebrigensweißt das jedermann, daß in dem Rocken öfters nochandere dergleichen ungestalten Körner vorkommen:es giebt dergleichen grosse, die mit einem weißenMehl angefüllt sind, und bey welchen, so viel ichweiß, weder der Geschmack, noch die Wirkung et-was giftiges verräth. Daher sagen auch diejenigen,welche die Ursache unserer Krankheit in den Abwechs-lungen der Luft und der Witterung suchen, diese Korn-zapfen seyen unschädlich. So sagt z. E. ein ungenann-ter Arzt (11): ich möchte keine Uebel, keine konvul-sivische Krankheiten von den sogenannten Kornzapfenherleiten, obschon solche gewöhnlich in einem nassenSommer am hantigsten sind, weil ich sicher weiß,daß bey dem grasten Ueberfluß eines solchen Auswuch-ses im Rocken diese Krankheit gar nicht, und daßhingegen wenn derselbe gänzlich mangelte, dieselbehäufig ist beobachtet worden. Man muß also die Ur-sache dieser Zuckungen vornemlich in der Masse desGeblüts suchen.
Dieses beweist zwar allerdings, daß die Korn-zapfen manchmal unschädlich, aber nicht, siedies allemal seyen. Denn die tägliche Erfahrunglehrt uns, daß die unreifen Früchte, l auch selbstdie reifen, allein durch die Feuchtigkeit mit der Zeitkönnen verderbt und gleichsam wie entzündet werden.In dem Zustand können sie Fieber und L^ger Pesteu
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(10) ibia.
(n) Lei. Vrst. 172;. x. ;8.