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errege«, sagt Lrndestolpe. Und warum sollte nichteine uns verborgene Ursache/ warum sollte das ver-derbliche Honigthau nicht den noch zarten Keim desRockens so vergiften können / daß er den Thierenschädlich würde? Folgende Geschichte aus den Ab-handlungen der Gesellschaft der Wissenschaften zu Pa-ris/ verdstnt es / daß ich sie hier anführe. (12)Man hat in Frankreich bemerkt, daß die Kornzapfettin viel grösserem Ueberfluß in dem kalten Erbrich,und auch in sehr feuchten regnichten Jahren wachsen,daß eine Gattung Rocken, Vie man im März aussäet,nieistens in Aehren ausarte, die ganz schwarz und unge-wöhnlich geformt waren, umd dem Sporreu eines wel-schen Hahnes gleichen, da h.jiigM öttMige Gattung,die man im Herbst aussäet , davon besteht blieb. Alsnun bey einem Getraide-Mangel die armen Leute denRocken nicht sorgfältig genug von diesen schlechtenKörnern gesäubert hatten, so wurden die meisten da-von mit dem trocknen Brand befallen. Daß aber dieFrucht auch von der Luft so verderbt werden könne,daß das daraus gemachte Mehl und Brod schädliche Ei-gem'chaften bekomme, das lehrt uns Christ. Gottfr.Stenzel, indem er erzählt, daß im Jahr i?; 8 .Leute, welche dergleichen Brod gegessen von Raserey,Schlafsucht, Lähmung und mehrern anderen Uebelnseyen befallen worden.
Diejenigen Aerzte, welche sich am meisten Mühegegeben haben, zu beweisen daß einige dieser wieder-
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(12) Die Bauren in der Herrschaft Kind (bey denenwie ich oben schon gemeldet habe, eben diese Krank-heit graßiert hat) pflegen auch um dieselbe Zeit et-was später ihren Rocken zu säen.