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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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sie der Huuger unreines und nicht genug gebackenesBrod zu essen zwänge. Es ist also beynahe keinemZweifel mehr unterworfen, daß nicht die Ursache derKrankheit, wenigstens zum Theil, in dem Korn liege.

Ich kann daher dem Ioh. wilh. wollnerkeineswegs beypflichten, welcher keine besondere Anste-kung von einem Gift annihmt, sondern sich bemühetdarzuthun, daß die Ursache derselben nur in Voll*blütigkeit stecke, die durch Gemüths-Bewegungen vor*nemlich durch Zorn seye in Wallung gesetzt worden.Ich gebe es zu, das möge bey dem einzelnen Fall,den er erzählt, die Ursache der Krankheit gewesenseyn; aber von einem einzelnen Fall den Schluß aufeine epidemisch graßierende Krankheit zu machen,das ist offenbar zu weit gegangen. Dann wer möchtevon sechsjährigen Knaben und Mädchen (die docham häufigsten von der Krankheit befallen worden)deren Säfte-zur Ernährung und zum Wachsthumdes Körpers müssen angewendet werden, wer wolltees überhaupt von allen denen, die an dieser Krank-heit danieder lagen, behaupten, sie seyen vollblütiggewesen? So daß man also leicht einsehen kann, wiegroß der Unterschied einer epidemisch graßierende»Krankheit, und der gleichen, wann sie nur einzelnVorkommt, nothwendig seyn müsse.

Christ. Vater glaubt, daß alle diese Ursachenvereiniget, im Stand seyen diese Krankheit hervorzu-bringen, doch so, daß die plötzlichen Veränderungenwr Luft und der Witterung den mehresten Antheildaran haben. Nach diesen giebt er den widernatür-lichen Dünsten, die in Gestalt des Thaues herunterfallen, die Schuld; spricht auch die mit schädlichenSäften angefüllten, insbesonder aber die widerna-

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