Buch 
Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
Seite
70
JPEG-Download
 

Eckel und Erbrechen entstehen könm; aber in diesemFall haben wir ein anderes , eigenes Gift zu suchen,wovon zwar ein Theil durchs Erbrechen weggehenkann, wovon aber der andere schon ins Geblüt über-gegangen/ und allein im Stand ist ohne UnterlaßKrankh iten zu erwecken. Wir bemerken vhngefähretwas ähnliches bey ansteckenden Fiebern / wo einvon Anfang der Krankheit gegebenes Brechmittel,bisweilen die Krankheit hebt, aber gar nicht dieselbeWirkung hat, wenn man es später reicht.

Jezt folget uns die Empfindung eines Kriebelns,und das dieselbe oft begleitende entschlafen der Glie-der, zu betrachten. Diese Zufälle waren die Kenn-zeichen, woraus man abnehmen konnte, daß bereitsdie Nerven zu leiden anstengen. Am besten werdenwir den Grund dieser Zufälle einsehen können, wennwir uns erinnern, was zu geschehen pflegt, wennunser grosse HüfkNerve und seine gegen die Schenkelhingehende Aeste, bey einer ungeschickten Stellung ge-drückt werden. Es entsteht nemlich alsdenn ein Ent-schlafen, eine Betäubung der Schenkel, worauf,wenn der Druck nachgelassen, und der Einfluß desNervcnsafts nun wieder frey ist, eine knebelnde Em-pfindung erfolget. Die Nerven haben nemlich bis-weilen das an stch, daß wenn sie wiedernatürlich ge-reiht werden, sie um stch herum eine kriebelnde Em-pfindung verursachen. Ettmüller rechnet daher die-selbe auch unter die Zeichen, welche einer Epilepsievorhergehen. Ein aufsteigender Schauer *) sagt er,und manchmal auch eine kriebelnde Empfindung, sinddie Vorbotten von epileptischen Anfällen. Es ist sich

auch

*) Die uisgemein so geheißene Lura exilexttcs. Uebersi