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Was mehr als eine Stunde hernach überßel ein Schauerseinen ganzen Körper. Darauf folgte eine grosse Hitze,ein heftiges erbrechen und starke Kopfschmerzen. Ge-gen Abend besserte es sich wieder ein wenig mit ihm,und vornemlich ließ das erbrechen ein wenig nach, sodaß er sich, um etwas zu verrichten wieder zum Haufehinaus wagte, aber noch nicht weit weg war, als erso schwach wurde, daß er, um wieder nach Hause zukommen, sich auf jemand stützen mußte. Sobald erins Haus hinein getretten, bekam er ausser einer gros-sen Hitze und Kopfweh, einen so heftigen Schmerz inder rechten Seite, daß er unverzüglich zu Bett gehenmußte. Die folgende Nacht war sehr unruhig für denKranken: denn alle diese Beschwerden, das erbrechenallein ansgenohmen, stöhrten ihn am Schlaf, undwenn sich auch je zuweilen, wenn die Zufalle etwasnachließen, die Augen schlössen, so ward auch diesekurze Ruhe durch verschiedene schreckhafte Träume unter-brochen. Tags darauf wurden die Zufälle statt sich zuvermindern nur noch stärker, und er bekam auch eini-ges , aber vergebliches, Reitzen zum erbrechen, esgieng aber, wie er selbst sagte, nichts als ein wenigSchleim weg.
Am dritten Tag der Krankheit ward ich zu demKranken geruftn, und gieng gegen Mittag zu ihm: erbeklagte sich über heftige Kopfschmerzen, starken Durst,Schmerz der rechten Seite, der beym Husten, wäh-rend dem ernathmen, und wenn er auf eine Seite lie-gen wollte, stärker wurde; daneben, sagte er, sey ihmdas Athemholen sehr beschwerlich, nnd er verspühregleichsam ein schweres Gewicht, das ihm auf der Brustaufliege. Ich beobachtete an seinem Körper eine trockneHitze, einen vergeblichen Reitz zum Husten, an der
Hand-