Handwurzel den Puls hart und geschwind/ emeweisseZunge, die nicht wie im natürlichen Zustand feucht war/und etwas röthlichke Wangen. Da ich ihn sah,, lager auf dem Rücken. Ich beschaute auch seine Brust/die gar nicht roth war/ und beym Berühren nichtschmerzte. Alle diese Zufälle zeigten mir deutlich an ,daß die Krankheit eine wahre Entzündung des Ribben-fells seye / Und ich riethe daher auch alsvbald zu demvorzüglichsten Mittel gegen dieselbe/ nemlich zur Ader-laß/ der Kranke aber setzte sich dawieder / so daß auchmeine kräftigsten Vorstellungen nichts fruchteten. Da-mit ich aber dem ungeachtet auch etwas zur Heilung-er Krankheit durch Arzneyen beytrage/ so verordneteich erweichende Kräuter zu Ueberschlägen/ die mau inzwey Säckgen einnähen / in gleichen Theilen Wasserund Milch koche«/ und so dem Kranken wechselweiseauf die schmerzhafte Seite warm auflegen mußte. Ichbefahl daneben dem Kranken daß er sich ein Clystiersollte setzen lassen / und hernach ein Pulver aus Sal-peter, Campher und Citronenscheibchen nehmen, undsolches alle vier Stunden wiederholen solle. Ich rirthihm auch an, das einfache Sauerhonig mit Milch zuvermischen und diese Mischung bald lau, bald warmfleißig zu trinke».
Den vierten Tag fand ich den Kranken fast indem gleichen Zustand, und ersähe daraus daß ohneeine Aderöfnung keine Heilung zu hoffen seye, wieder-holte daher mein Begehren, welches er aber, wie vor-her, abschlug; doch ließ er sich endlich durch das vielezureden dazu bewegen, und gab nach. Man machtedaher augenblicklich am rechten Arm eine Oefnungdie aber allzu klein aussiel , und alsobald zu bluten auf-hörte, so daß man auch am linken Arm schlagen mußte
und