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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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146
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einer Spannung der Beinhaut, oder der darauf sichausbreitenden Nerve» zuschreiben können, da die so-genannten gutartigen Beinauswüchse, obschon sie oftsehr groß sind, gar nicht schmerzen, die bösartigenaber die Kranken oft sehr quälen.

Diese nicht zu läugnende Empfindlichkeit der Kno-chen veranlaßt aber zwey Erscheinungen, die von Seiteder Aerzte einer Erklärung bedörfen. Fürs erst? nem-lich, was wohl die Ursach sey, warum die feinen Nerv-gen, welche in die Knochensubsianz selbst hineingehen,so viele Jahre hindurch überall von einer festenMaterie so umgeben und gedruckt werden, daß sie imgesunden Zustand die in ihnen liegende Kraft niemalsausüben können, dieselbe dennoch behalten, da unsdoch anderweitige Versuche zeigen, daß die Nerven,wenn sie lange gedrückt, oder stark unterbunden wer-den , ihre Kraft auf immer verlieren ? fürs zweyte -warum hier wohl der Schmerz und Empfindlichkeitgrösser sey, als es von der verhältnißmäßigen Grösseso kleiner Nerven zu erwarten wäre? Ich gebe zwarsehr gerne zu, daß hier alle Vernunftschlüsse, wenn siesich nicht aufrichtige Beobachtung der Natur gründen,schwankend und ungewiß seyen, und daß derjenige sicheine schwere Arbeit auf den Hals lade, welcher dieseFragen allein durch Versuche ins gehörige Licht zu stel-len gedächte. Indessen zweifle ich keineswegs, daßnicht häufig wiederholte Beobachtungen, Versuche undLeichenöfnungen, den dicken Nebel endlich zerstreuenwerden, in welchen unsere Augen über diese Materiebisher noch gehüllet sind. Diese sollen uns, in Betreffder ersten Frage dazu verhelfen, ein grösseres Lichtüber folgende Punkte zu erlangen: ob diejenigenbestimmten Stellen am Knochen wodurch Nerven ge-hen,