Heu, auch im gesunden Zustand empfindlich seyen; obdie Nerven - Canälchen mit einer so harten Substanzumgeben seyen, daß ste von keiner nahegelegenen Ma-terie können gedrückt werden ; und ob die Empfind-lichkeit bey jungen Leuten, die noch weichere und nichtgar feste Knochen haben, grösser sey, als bey ältern;oder ob ste steh bey gar alten Leuten, wegen der grös-seren Festigkeit und Härte ihrer Knochen so sehr ver-liere , daß sie auf keine Weise wieder könne hergestelltwerden? . . Jedermann sieht leicht ein, in ein wieviel helleres Licht die Theorie von der Empfindlichkeitder Knochen durch die Beantwortung dieser Fragengesetzt werden würde.
Was die andere Erscheinung anbelangt, daß nem-lich die kranken Knochen empfindlicher find, als es sichvon so kleinen Nervenästgen als diejenigen find, wel-che zu ihnen gehen, erwarten liesse, so läßt sichdas vielleicht aus ähnlichen Erscheinungen erklären.U)hytt *), Haller und andere haben es schon be-merkt, wie sonderbar sich die Empfindlichkeit der Ner-ven in entzündeten, oder lange gerechten Nerven ver-mehre. Wir finden Beobachtungen, wo ein Menschder eine Augenentzündung hatte, des Nachts sahe, woein anderer, dessen Gehirn inflammiert war, eine Lei-besstarre (reranus) bekam , wo ein Dummkopf sehrklug und verständig wnrde, als er einen Schlag aufden Schädel bekam: alles Beobachtungen, die uns leh-ren , daß die Empfindungen durch einen lange anhal-tenden und hartnäckigen Rech vermehrt werden. Wennaber diese Erklärung, oder eine andere, von der durchsich anlegendes Zeüengeweb vermehrten Dichtheit her-K r genoh-
*) kl^ilokoxiLsl x. ILS.