welcher sich sammelt und alsdenn dasjenige ausmacht,was wir das Herzbeutel - Wasser (agua, liguor?-ric3räU) nennen, welches bey jungen Leuten roth-licht , bey ältern aber durchsichtig und unfärbig, oderblaßgelblicht ist. Es verhindert, daß das Herz nichtnit dem Sack zusammenwachse, und verhütet das rei-ben der Spitze des Herzens an den Wänden desselben.Seym Feuer wird diese Feuchtigkeit dick, und gerinntlald mehr, bald weniger, wie das Eyweiß.
Zuweilen wird es scharf, so daß es die äussereOberfläche des Herzens anfrißt, zuweilen wird es wte-dernatürlich dick, so daß das Herz wie mit einer Gal.lerte, oder mit einer fast honigartigen Crufte überzo-gm wird, oder es gerinnt noch stärker und bildet Kör-nee, Schwämme oder Schuppen, wodurch entwederdie innere Oberfläche des Herzbeutels, oder die äusseredes Herzens höckerig gemacht wird, oder es überziehtdas Herz mit einer wirklichen Cruste, oder es formie-ren sich daraus Flocke» und Haare, da es dann denAnschein hat, als wenn das Herz behaaret oder zot-ticht sey; oder es macht endlich eine wiedernatürlicheZellhaut, wodurch der Herzbeutel oft zum Theil,manchmal gänzlich, mit dem Herz verwächst: und da-her meint anch von Haller, seye es gekommen, daßRealdus Columbus und andere Anatomicker nachihm, geglaubt haben, sie haben Leichname gesehen, woder Herzbeutel gemangelt *). Dieses Wasser nun,welches ohngeachtet mehrere es haben läugnen wollen,immer in gewisser Menge vorhanden ist, häuft sichmanchmal so sehr an, daß es eine eigene Art von Was-K 4 ser-
*) Lk. As//-« Element, kk^siol. b,ib. IV.