(ersucht zuwegebringt, die vom Herzbeutel ihre Ve,rrennung bekommen hat. Diese ist sehr oft in Verbin-de mit Fehlern in den Lungen oder dem Herzer,Oder de-- daraus entstehenden Gefässen oder einer Bruk-wassersuchl/ aber so selten für sich allein zugegen/ (8»1irs> i 8) daß H-srgagni der doch so viele hundertLeichname geöfnet/ bekennt/ er habe dieselbe niemalsangetroffen. Ich glaubte also nichts überflüßiges zrthun' wenn ich den mir vorgekommenen Fall einerfür sich allein vorhandenen Wassersucht des Herzbeu-tels beschriebe.
Eine neunzehnjährige starke Weibsperson/ wurdeden 2;. Augstmonat 1779. in das Hospital der Aka-demie zu Upsal aufgenohmen, da sich schon seit einigmWochen Spuhren von Wahnsinn an ihr gezeiget hat-ten. Ihr ziemlich stark schlagender Puls / und wie-dernatürlich rothes Gesicht schienen eine Aderlässe an-zuzeigen / welche auch zweymal vorgenohmen, und siedaneben zweymal durch einen mit Tamarinden verhetz-ten Aufguß von Sennesblättern abgeführt wurde.Nachher bediente man sich des Locherischen / ausEßig bestehenden/ Mittels; da sich aber hierauf keineBesserung einstellen wollte / so versuchte man es zu An,fang des Herbstmonats/ was ein gelinder Durchfall/der durch eine alle Morgen wiederholte kleine Doseenglischen Salzes bewerkstelliget wurde / thun würde?Auf diese Mittel hin wurde sie nach Verfluß einigerTage stiller und gelassener als gewöhnlich / gab auchauf jede Frage eine vernünftige Antwort/ da sie sonstfast immer irre redte/ sehr leicht aufbrannte/ wieder-fpänstig war/ und niemandem gehorchen wollte. Indiesem ruhigen Zustand verblieb sie bis zum zwey undzwanzigsten Herbstmvnat, als an welchem Tag sie iv-le-
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