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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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166
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Kräfte des kalten Wassers seyen/ um zu rebellieren,die zusammengefallnen Gefässe zu reitzen, und die be-täubten Nerven wieder zu beleben. Auch erschlaffteLigameute, deren Verletzungen oft mit so gefährlichenFolgen begleitet sind, bekommen, wenn je noch et-was helfen kann, durch kaltes Wasser ihren Tonuswieder. Viele neuere Aerzte folgen daher, wenn siezerrißne, gequetschte oder sonst sehr schmerzende Li-gamente zu behandeln bekommen, dem Hippocrates,und bedienen sich kalter Ueberschläge: auch bedienensie sich derselben bey so genannten kalten Gelenk-Ge-schwülsten , oder wenn sonst die Gelenke allzustark aus-gedehnt oder verdreht worden sind. Auch hat sichdieses einfache Mittel in verschiedenen Fällen, so wiein dem unsrigen, sehr wirksam erzeiget: besonderswerden durch das tropfenweise Herunterfallen desWassers die kleinsten Gefässe so gerecht, daß selbige einezwischen den Fibern haftende zähe und stockende Feuch-tigkeit einsaugen, wodurch die Entzündung gehobenwird, die Schmerzen gelindert werden, und die ligamen-tosen Fasern ihre verlohrne Stärke wieder bekommen.

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