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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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187
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! Rrankheiten.

Noch hatte ich einige wenige an Rötheln und. Pleuresien kranke.

Hingegen vermehrte sich die Anzahl der Pocken«kranken, auch auf dem Lande, um vieles.

Viele bekamen denGchnuppen und Heischerkeit.

Einige bekamen auf einmal bald an den Sehen«kein, bald im Gesicht, bald am Hals oder den Han-den, manchmal auch am ganzen Cörper eine Wind-geschwulst , welche sie für etliche Tage ins Bette leg-te. Diese schienen oft in einem mitleidenswürdigenZustand zu seyn, nicht so fast wegen der Schmerzen,i der S teistgkeit und der übrigen Beschewrden, welche die' Geschwulst verursachte, als vielmehr wegen des un-gestaltet« und scheußlichen Aussehens des Gesichts, danemlich die Augen so aufgeblasen waren, daß sie ver-' schloffen wurden, und der Mund offen war, und dieLippen weit von einander stuhnden. Da aber diese, Geschwulst wegen des vorhergegangenen kalten und- feuchten Wetters von gehemmter Ausdünstung herkam,so wiche sie auch sehr gerne schweißtreibenden Mit-' teln, die man jeden andern Tag mit einem sbführen-' den Mittel abwechselte.

Herbftmonat»

Witterung.

, Im Anfang des Herbstmonats waren die Tage^ sehr schön, die Nachte aber meistens so kalt, daß es; gefror. Die Winde weheten auch bis den ,6ten ausi West oder Nord-West. Den i stell kam ein Süd-Windrmd siit ihm zugleich abwechselnd öftere Staub- und' Platz-