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l!. Ueber die Witterung und Epidemien desr77Zsten Jahres.
Jenner.
Witterung.
Die Kälte war jetzt sehr scharf: den erste« hat-ten wir Schnee mit Regen, den 2, ?, 4, s, und6ten mäßig kaltes und Helles Wetter; alles diesesschien uns für diesen Monat eine trockenere und vielgesündere Witterung zu versprechen, als die der dreyletzter» Monate gewesen war; allein wir wurden indieser angenehmen Hofnung sehr betrogen, indem dasfeuchte Wetter schon den 7ten wieder ansteng. DiesenTag über, wie auch den 8ten, yten, und roten reg-nete es ein wenig, das Eis thauete auf, und der Windblies aus Süden, oder aus Süd-Osten. In der Nachtauf den uten gab es zum Zeichen der wiederkom-menden Kälte, Eiszapfen: Diese Kälte hielt auchwirklich bey einem Nordwind, vom i2ten bis deni8ten an; darauf kam aber wieder bis zum acht undzwanzigsten ein Südwind, wobey es neblicht war,und auflhauete. Den 2ssten hatten wir Nord-Ostwindmit Schnee begleitet, und nachher kam ein ziemlichkalter Nordwind, der den ;osten und Listen anhielt.
Rrankheiten.
Das eintägige Faulfieber welches zuerst imChristmonat des vorigen Jahres erschienen war, hattesich jetzt weit umher verbreitet, und so tiefe Wurzelngefaßt, daß schon in den ersten acht Tagen dieses Mo-nats , wohl schwerlich weder in der Stadt noch aufdem Lande ein Haus zu finden gewesen wäre, das
nicht