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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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259
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Den sten hatten sich Schmerz und Geschwulstgelegt, so daß ich den Catheter wieder applicierendorfte, durch welchen der Harn auch abgieng.

Da bisher , ausgenohmen mit Hülfe des Cache-ters nichts durch den natürlichen Weg abgehen wollte,und man aus mehreren leicht einzusehenden Gründennur gar zu sehr an der Nadicalcur zweifeln mußte,Und die tägliche Abzapfung durch den Catheter sehrunsicher/ unbequem/ und schmerzhafter als die durchdas Röhrgen war/ so wollten wir den Kranken nichtlänger vergebens mit der Application des Cathetersplagen/ sondern behandelten denselben fernerhin Pal-liativ / wobey er sich sehr wohl befand an Leib undKräften augenscheinlich zunahm / auch nachher wenigBeschwerden verspührle,. vollkommen wohl war, undsich fast den ganzen Tag ausser dem Bette aufhielt»Aber kein Tropfen Urin geht durch den natürlichenWeg ab, sondern alles durch den künstlichen, und dieWunde bat sich so gut um das Röhrgen herum ver-narbt , daß nicht das geringste neben demselben her-aussiießt»

Und-so waren die Umstände der Krankheit be-schaffen, als am 24ten Jenner 177s der vordere Theildes Röhrgens abbrach, und wahrscheinlich in derUrinblase zurückblieb. Jedoch konnte ich nichts mitder Sonde entdecken, und brachte ein neues hinein«Bon dem untersuchen bekam er einiche Schmerzen,die sich aber bald verlohren.

Den ersten Hornung bekäme er den Tag vorherSchmerzen: hierauf erfolgte ein ziemliches bluten zuder Wunde heraus, mit Erleichterung der Schmerzen-

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