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feuerzangenähnliche Gabel hält. Die Erdkugel und das darüber befindliche Astrolabium-gestell ist ganz ähnlich wie bei dem Zürcher Becher behandelt. — Gessner hat offenbarderartige Globen ohne Bestellung zum Verkaufe gearbeitet und es wäre sehr leichtmöglich, dass der 1784 von der Zunft zur Waag erworbene alte Globus ebenfalls ausGessnerS Werkstätte stammte.
Tafel III.
Doppelbecher von Hans Peter Rahn.
Der hier abgebildete, von der Zunft zur Waag im Jahre 1823 auf Veranlassung
des Zunftpflegers J. M. Usteri erworbene (als «durch Zufall käuflich geworden») Doppel-
becher ist durch sehr geschickte flache, fein nachziselirte, getriebene Arbeit ausgezeichnet.Die auf die zwölf Monate des Jahres bezüglichen Einzelbilder und die oben in denZwischenräumen angebrachten Zeichen des Tierkreises sind gut gezeichnet, und mitkünstlerischem Verständnis durchgearbeitet. Die Eüsse haben eine einfache Eierstab-gliederung, die gegossenen Knäufe der Schäfte sind mit Engelsköpfen zwischen Roll-und Blattwerk geschmückt. Die beiden Hälften tragen den Stempel von HansPeter Rahn, von dessen Arbeiten sonst nichts bekannt ist. Auch dieses treffliche
Stück ist von der Zunft dem Museum
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an vertraut worden.
Hans Peter Rahn war der .Sohnvon Hans Rahn und Verena von Chusen,also Bruder von Abraham Gessners Gattin.Ein Bruder war der Glasmaler RudolfRahn. Am 12. Juli 1561 geboren, tratPeter 1575 auf Ostern bei Esyas Ery indie Lehre, wurde aber erst 1591 alsMeister eingetragen, er hat sich demnachlange in der Fremde aufgehalten. Seit1591 mit Margaretha Holzhalb verhei-ratet, wurde er 1599 Zwölfer zur Meise,und Vortrager des Schützenpanners. Indieser Eigenschaft zeigt ihn ein nochvorhandenes, vielleicht von seinem Sohn