Buch 
Zur Geschichte des zürcherischen Wehrwesens im XVII. Jahrhundert : ein kulturgeschichtlicher Beitrag : quellenmässig dargestellt auf Grund von Originalkarten Hans Konrad Gygers / von G.J. Peter
Entstehung
JPEG-Download
 

Vorbemerkung.

Auf den Vorwurf zu dieser Arbeit, die einen Beitrag zurKulturhistorie gibt, bin ich im Verlaufe der Quellenstudiengestossen, die ich für eine grössere, bereits im Manuskriptfertige AbhandlungZürichs Anteil am Bauernkriegevon 1653, mein ursprüngliches Dissertationsthema, zu machenhatte. Das im Ratsmanual von 1653 und in andern aufden Bauernkrieg bezüglichen Manuskripten häufig genannteAmt der Quartierhauptleute, dessen Bedeutung mir nicht klarwar, hatte mich vorerst veranlasst, diesem Begriffe nachzu-forschen, und dabei kam mir ein weitschichtiges Aktenmaterialin die Hände, das Aufschluss erteilt über die Organisation undBewaffnung der zürcherischen Truppen im 17. Jahrhundert.

Während ich anfänglich im Sinne hatte, an Hand desQuellenmaterials die Einrichtung des zürcherischen Wehrwesenskurz und nur etwa von 1600 an bis in die Zeit des Bauern-krieges, als Einleitung für die oben genannte Abhandlung,zu besprechen, riet mir Herr Prof. Dr. Oechsli an, diese Arbeitselbständig zu gestalten und sie etwas weiter zu führen.

Dieses Ziel glaube ich dadurch erreicht zu haben, dass ichnamentlich drei Hauptgesichtspunkte annähernd erschöpfend be-handelte: Bestand, Bewaffnung und Formation der zürcherischenFusstruppen im 17. Jahrhundert (Sieg der Feuerwaffe über Spiessund Hellebarde), die Einteilung des Kantons in Militärquartiere(16241713) und das Alarmierungssystem des 17. Jahrhunderts(Hochwachten).