I.
Die zürcherischen Fusstruppen um 1600.
Die ältesten Nachrichten von allgemeinen Zählungen derwehrfähigen Mannschaft in Stadt und Landschaft Zürich , dieins 16. Jahrhundert zurückführen, lassen Zürich als recht an-sehnliche Kriegsmacht erscheinen. So ergab eine Erhebung, dieder Zürcher Rat vor dem ersten Kappeierkriege über seine Wehr-kraft veranstaltete, einen Gesamtbestand von 13 012 Mann 1 ).Zu einer folgenden allgemeinen Musterung, die' von 1584—1586durchgeführt wurde 2 ), fanden sich 15 272 Wehrmänner ein.Freilich ist in diesen Zahlen alles inbegriffen, was „Spiess undStangen“ tragen konnte vom vollendeten 16. bis zum 70. Alters-jahre 3 ), also auch die „junge Mannschaft“ bis zum 20. unddie „alte Mannschaft“ vom 60. bis 70. Altersjahre, und diemittleren Jahrgänge wiesen wohl manchen auf, der nach heu-tigen Begriffen nicht tauglich wäre.
"Von der gesamten Wehrmannschaft war nur etwa ein Dritteldazu bestimmt, in einem allfälligen Angriffskriege verwendetzu werden, nämlich die unter das „Stadtfähnli“ und unterdas Stadtbanner Eingeschriebenen; das Stadtfähnli, zu dem1500 Mann gehörten 4 5 ), hatte im Ernstfälle als Vorhut auszu-rücken; um das Stadtbanner scharte sich der 4000 Mann starkeGewalthaufe 6 ).
0 Stadtbibliothek Zürich M. M. G. Ms. 112, Foi, 149 „Anno Dommini1529 haben myn herren von Zürich all ir manschaften in Statt und landzellen laszen und damalen nit mehr funden dan 13 000 und 12 man.“
2 ) Ibidem Fol. 150; vgl. Neujahrsblatt der Feuerwerkergesellschaft aufdas Jahr 1852, Heft XLVII pg. 54/55.
3 ) Die gesamte Bevölkerung mag sich also, auf 65 000 bezw. 75 000belaufen haben.
*) St. A. Z. A. 29. 1.
5 ) Ibidem.
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