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Zur Geschichte des zürcherischen Wehrwesens im XVII. Jahrhundert : ein kulturgeschichtlicher Beitrag : quellenmässig dargestellt auf Grund von Originalkarten Hans Konrad Gygers / von G.J. Peter
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II.

Vorarbeiten für die Reorganisation der zürcherischen Fusstruppen (16191624).

Eine Reorganisation der zürcherischen Fusstruppen, vor allemdie Ermöglichung einer schnelleren Mobilisation, musste um somehr geboten erscheinen, als sich beim Ausbruche des dreissig-jährigen Krieges die Spannung zwischen Katholiken und Refor-mierten auch in der Schweiz verschärfte und für Zürich and Bern die Gefahr eines Krieges mit den V Orten und dem Abte vonSt. Gallen wieder grösser wurde, denn seit langem.

Dass der Rat von Bern bereits im Jahre 1616 mit der Mög-lichkeit eines Krieges mit den Y Orten rechnete, geht daraushervor, dass er damals durch einen Staatsingenieur Valentin Fried-rich 1 ) auskundschaften liess,wie man beide Stett Luzern undZug uff ein zyth verschantzen und belegeren und sich mit Zürich konjungieren möcht. 2 ) Valentin Friedrich reiste im Aufträgeseiner Regierung über Willisau und Luzern und der Reuss ent-lang abwärts bis gegen Brugg ,besichtigte alle glegenheit der-selbigen landtschaft und machte derselbigen eine verzeichnuss. 3 )Auf Verlangen des Rates von Bern setzte er sich mit dem Ratevon Zürich in Verbindung; am 30. Juli 1616 kam er nach Zürich ,um von Bürgermeister und Rat die genauen Instruktionen ent-gegenzunehmen: man gab ihm Ratsherrn Hans Heinrich Thum-

0 St. A. Z. A. 29, 1.Register etlicher vertruwlichen Kriegssachenmit den evangelischen Orthen, sonderlich Bern von 1572 ad annum 1659;St. A. Z. B. III. 213 und Stadtbibi. Zürich H. 38. 22 PolioseitenWeit-läufiges bedenken (Gutachten) und Abriss Valentin Friedrichs der Statt Bern Ingenieurs, wie man beid Stett Luzern und Zug uff ein zyth verschantzenund belegeren möcht. Vgl. Beil. I. Valentin Friedrich war m. 12. Februar1610 als Ingenieur der Stadt Bern bestellt worden. Vgl. v. Rodt:Gesch.des Bernischen Kriegswesens II. pg. 75, 132/3, 319.