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Zur Geschichte des zürcherischen Wehrwesens im XVII. Jahrhundert : ein kulturgeschichtlicher Beitrag : quellenmässig dargestellt auf Grund von Originalkarten Hans Konrad Gygers / von G.J. Peter
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Schon bevor der allgemeine Landsturm ergangen war, hattesich auch Quartierhauptmann Hartmann Holzhalb auf die Nach-richt hin,dasz Toppelhöggen gehn Fischingen geführt und mitstrouw verdeckt worden, Item dasz Zusammenlouffen und brügel-machen im hinderen Thurgöüw immerzu fortgange und dasz sichgar vil von Fischingen herfür gelaszen und sich hellen, heiterentags zu einem offenen wachtführ gesetzt, in sein Quartier ver-fügt und die Grenzen von Turbenthal übers! Gfell bis nach Fischen-t-hal inspiziert. 65 ) Da am 31. August, kurz nach 12 Uhr nachts,die Hochwachten auf dem vorderen und hinteren TannenbergAlarmsignale gaben, waren seine auf Piquet gestellten Kompag-nien schon am frühen Morgen marschbereit. Durch JunkerHauptmann von Landenberg liess er das Defilee gegen Bichelseebesetzen, legte eine Kompagnie nach Gfell und zwei nach Bauma,während die übrigen zunächst marschbereit auf den Sammel-plätzen gehalten wurden. Im Winterthurer Quartier wurden einigeKompagnien nach Elgg gelegt; die übrigen Winterthurer und jeeinige Kompagnien des Trülliker, G6 ) Eglisauer , des Küsnachterund des Stadtquartiers wurden nach Knonau und Wädenswil be-fehligt; auch fünf Kompagnien des Regensberger Quartiers warendahin beordert.

Das Regensberger Korps (sechs Kompagnien zu Fuss undzwei zu Pferd) kommandierten Seckeimeister Hans Ludwig Schnee-berger und Hans Martin Werdmüller. Sie stellten Feldwachenauf gegen Baden und Kaiserstuhl , nach welch letzterem Orte dieV Orte eine Besatzung hatten legen lassen, die gegen Weiach hin Schanzen aufwarf und Bäume fällte, 67 )sich desto beszer zudefendieren. Auch der Heitersberg gegen Mellingen zu wurdevon den Y Orten besetzt. 68 )

So lagen sich infolge des Alarms vom 30-/31. August bei-nahe an unserer ganzen Kantonsgrenze zürcherische und V-ör-tische Truppen kampfbereit gegenüber, freilich mit dem Be-fehle, sich defensiv zu verhalten.

Indessen arbeitete man auf der oben erwähnten Tagsatzungzu Baden 69 ) am Zustandekommen einer Verständigung, und der

65 ) Sein Bericht vom 22. August a. St. A. 328. 2.

6e ) Die Kompagnie des Junkers Heinrich Stapf er wurde vor Rheinaugelegt (vgl. Seckeiamtsrechnung).

67 ) Schneeberger an den Rat, 24. Aug. a. St. A. 328. 2.

6S ) Ratsmanual 2. Stadtschreiber pg. 39, 30. Aug. a. St.

69 ) Ein Abschied über die Verhandlungen dieser Tagsatzung fehlt inder amtl. Sammlung.