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Mann gerichtet“, die übrigen aber auf 200 Mann belassen wer-den. 87 ) Auch mit der Sistierung der Schützengaben für die Arm-brustschützen, zu gunsten der Musketiere, konnte man sich nichtbefreunden, um nicht den jungen Knaben „den Lust am Schieszenzu benemmen“. „Im übrigen“, sagt das Gutachten der Militär-kommission, „sind alle punkten ohne einigen bedencken garTreffenlich guet und nothwendig befunden worden, und ist nurzu wünschen, dasz denselben in allweg flyszig nachgekommenund Statt gethan werde“.
Angesichts der im Luzerner - und Berner-Gebiete ausbrechen-den Bauernunruhen akzeptierte der Rat das bereinigte „Werd-müllersche Projekt der waaffensübung zu Statt und Landt“.
Die Verdienste, die sich Hans Konrad Werdmüller um daszürcherische Militärwesen erworben hatte, veranlassten dessenWahl zum General der zürcherisch-ostschweizerischen Armee imBauernkriege, in dem er sich als ebenso umsichtiger Heerführerwie mild und versöhnlich gesinnter Politiker und Mensch er-wies. In diesem ersten grösseren Waffengange der zürcherischenArmee nach ihrer neuen Organisation bewährte sich die durchdie Quartiereinteilung eingeführte Militärordnung aufs treff-lichste. 88 )
Das Dankschreiben, das der zürcherische Rat nach der Nieder-werfung des Bauernaufstandes an Hans Konrad Werdmüllerrichtete für seine würdige Haltung als Generalkommandant, 89 )hebt besonders lobend Werdmüllers Verdienste um das zürche-rische Wehrwesen hervor.
Gleichwohl wurde Seckeimeister Werdmüller zunächst durchdas ehrgeizige Treiben seines Vetters Rudolf Werdmüller, desnachmaligen Generals im Rapperswiler Kriege, aus der leitendenStellung, die er einige Zeit im zürcherischen Kriegsrate einge-nommen, verdrängt.
87 ) St. A. Z. A. 37. 1. Aktenstück, dat. 12. Februar 1653 . . . „Wannman von jeder Compagny etlich man nemmen und uss denselben neuweCompagneygen machen, söllichs ein nit gringe Confusion gebehren wurde:deszwegen die Compagneygen Ihr unverenderliches verblyben haben, jedochdurch annemung neuwer Knechten nit vermehrt werden sollend, . . . und miteinigen den versuech ze machen“.
8S ) Die Mehrzahl der am Bauernkriege beteiligten zürcherischen Kompagnienbestand gemäss dem Vorschlag Werdmüllers aus 150 Mann (70 Musketieren,32 Spiessträgern, 24 Hellebardieren, 24 Offizieren, Spielleuten und Leutenbeim Tross), laut Scheuchzers Tagebuch, Ms. Stadtbibliothek Aarau B. N. 28.pag. 1.
89 ) St. A. Z. A. 29. 2. Original, dat. 13. Juli 1653.