Buch 
Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
Entstehung
Seite
22
JPEG-Download
 

22

CODEX 50 51.

50. Pgm. 4° s. IX/X; 534 Seiten mit vergoldeten Initialen und Titelseiten.Quatuor evangelia (mit einem Prolog des Hieronymus, einigen

Excerpten aus Beda und Augustin, den Canones des Eusebiuszwischen Bogenstellungen und Commentar auf beiden Bändern.Derjenige zu Mattbäus fängt p. 27 mit den Worten an:Jesusenim proprium nomen est adsumptae etc.; der zu Marcus p. 169:Conferendum hoc evangelii Marci principium etc.; zu Lucas p. 255:Hac sententia non solum Lucas et Marcus; und zu Johannesp. 410:Quo verbo aperte ostenditur.

DasCapitulare evangeliorum p. 505 528 ist, laut Angabedes Micrologus cap. 25, von Hieronymus verfasst, wahrscheinlichervon einem seiner Zeitgenossen. Siehe zu Cod. 424.

51. Pgm. 2° min. (29V 2 u. 22 Va C.) s. VIII; 268 Seiten in irischer Semiuncial.Quatuor evangelia (in Lectionen oder kirchliche Vorleseabschnitte

eingetheilt; Matthäus in 7, Marcus 3, Lucas 5, Johannes 6. DerText stimmt zuweilen weder mit der Vulgata noch mit der Itala,meist aber mit letzterer; s. Greith Gesch. d. altir. Kirche S. 407).

S. 2 das Bild des Evangelisten Matthäus. S. 3: Li Ber gener ati onis Jh (B eine grosse Initiale, das Uebrige irische Quadrat-schrift). S. 6: Reich ornamentirte Tafel. S. 7:Christi autemgeneratio sic erat (Matth. 1,18 in irischer Quadratschrift mit Initiale).S. 78: Das Bild des heil. Marcus von kleinem Bildern und Ver-zierungen umgeben. S. 79 in irischer Qu. Sehr, mit Initiale dieWorte: Ini tiu ev a n gei ii (Initium evangelii) mit Randverzierung.S. 128 das Bild des h. Lucas und S. 129 der Anfang seines Evan-geliums : Q oni am qui. S. 208: S. Johannes in einem buntenRahmen und auf der folgenden Seite: Inp r inci pio er at ver bum.S. 266 die Kreuzigung. S. 267 das jüngste Gericht.

Dieser Codex, der erst im X. Jh. nach St. Gallen gekommensein muss, wird im ältesten Stiftskatalog nicht erwähnt. DieBilder der vier Evangelisten, die zwei Gemälde pag. 266 und 267und die omamentirten Seiten 6 und 7 sind facsimilirt in Zürch.Antiq. Mitth. VII Taf. I VI, IX und X, mit Erklärung F. KellersS. 6185; weniger gut bei C. P. Cooper Appendix ad RymeriFoedera (London 1840) Tab. 1XII; die Seite 7 Cod. auch schonin Gerberts Iter Alemann. (Ed. 2) p. 105 Tab. IV. Vgl. jetzt dazuRahn Gesch. I, p. 125 128 mit 3 Umrissen der Tafel p. 6; desMarcus p. 78 und der Kreuzigung p. 266. Von irischen Miniaturenüberhaupt handelt das neue Prachtwerk J. 0. Westwoods The