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Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St.Gallen / herausgegeben auf Veranstaltung und mit Unterstützung des Kath. Administrationsrathes des Kantons St. Gallen
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codex 5253.

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miniatures and Ornaments of Anglo-Saxon and Irish ManuscriptsLondon 1868 Fol. sowie desselben Verfassers frühere Palaeographiasacra pictoria London 1845. 4°.

52. Pgm. 2° min. s. IX; 286 Seiten, die letzte fast ganz abgerieben.

S. 2 30: Incipiunt capitula lectionum evangelii anni circuli admissas.

S. 30 286: Die vier Evangelien mit den Canones (S. 42 45),drei Prologen des Hieronymus, einem des Beda und Registern.Matthäus hat 75 Kapitel, Marcus 13, Lucas 21, Johannes 13. AmRande die Parallelstellen nach den Canones und (von später Hand)die neuere Kapiteleintheilung.

V

53. Pgm. 2°' (Langfolio, 40 Centim. hoch, 23Va breit) saec. IX'X; 305 (304)Seiten mit mehrern verzierten Titelblättern und vielen Initialen.

S. 1: Ornamentirtes Titelblatt mit den Worten:In exortu scegenitricis D(ei) Mariae. S. 710:Initium sci evang. scdm Matheum(Evang. Matth, cap. I, v. 125, nicht wie sonst bei dieser Lectio blosbis Vers 16). S. 10:Incipiunt lectiones evangeliorum per annicirculum legendae. VIII Kl. Jan. vigilia natalis dni (Die Lectionenbeginnen pag. 11 mit Matth. I, v. 18; die Seiten 1417 und 279 sindmit Accenten zur Anleitung der Vorleser versehn). S. 243 290:Incipiunt lectiones evangeliorum de singulis festivitatibus sanctorum.III Kal. Dec. etc. S. 290:HU Kal. Sept. Passio S. Johannis. (Dasins Festivale gehörige Evang. purific. Mariae steht schon im Domini-cale). S. 290: Neun altdeutsche Personennamen (saec. X). S. 291bis 296: Kopie zweier päbstlicher vom J. 1505 und 1506 datirterBullen für St. Gallen mit dem Visum des Caspar Fry notarius.

Die im ältesten Stiftskatalog nicht erwähnte Prachthandschriftwird seit Ekkehart (Cod. 615 p. 97, Monum. Germ. II, p. 92)Evan-gelium longum genannt und ist nach Ebendemselben (pag. 88Cod.) von Sintram geschrieben, der als Subdiacon (Schreiber)und Diacon (Zeuge) in St. Galler Urkunden a. 885 und 895erscheint (Urk. B. II, p. 252 und 299). Sein Todes- und Gedenk-tag fallt auf den 12. Dec. (St. Gail. Mitth. XI, p. 92. Hier sowiein den Urkunden heisst er Sindrammus, Sindram.) Das Buchwar für den Einband, anstatt umgekehrt, bestimmt, um nämlichHattos Elfenbeintafeln, Juwelen und Gold daran zu verwenden.Die Amata, die laut Incript (auf der Kante des Deckels und im