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du mir gemacht hast,“ sagte der Prinz. Kleinjogg be-trachtete es und versetzte: „Geld habe ich nicht nötig;wenn ich arbeite, habe ich dessen genug, und Freude habeich ebensoviel gehabt als Ihr. Pas Versäumte werde ichbald einbringen, weil mein Eifer sich verdoppelt, da ichsehe, dass auch grosse Herren uns Bauern deswegen lieben.Unkosten habe ich weder hier noch auf der Reise gehabt.Mit einem Stück Brot bin ich hiehergekommen; ein StückBrot genügt mir, bis ich nach Hause komme. Ich dankenichtsdestoweniger für Eure Freundlichkeit; behaltet aberEuer Geld. Sobald man auf andern Wegen Geld suchtals durch Arbeit, ist man verloren.“ Der Prinz stecktesein Geld in die Tasche und gestand nachmals, er habesich in seinem Leben nie so arm gefühlt als in diesemAugenblicke. Herzog.
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44. Das Aielerispieheu.q.
1. Burg Nid cd ist im ISljaü, der Saflc wohlbekannt,
Die Hohe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand.
Sie selbst ist nun zerfallen, die Stätte wüst und leer.
D» fragest nach den Riesen, d» findest sie nicht mehr.
2. Einst kam das Riesenfränlein aus jener Burg hervor,Erging sich sonder Wartung und spielend vor dem TorUnd stieg hinab den Abhang bis in das Tal hinein,Neugierig zu erkunden, wie's nute» möchte sein.
:>. Mit wen'gen raschen Schritten durchstreifte sie den Wald,Erreichte gegen Vaelach das Land der Mensche» bald.lind Städte dort und Dörfer und das bestellte FeldErsdiienen ihren Augen gar eine fremde Welt.
4. Wie jetzt zu ihre» Fußen sie spähend niederschant,
Bemerkt sie einen Bauer, der seinen Ader baut.
Es kriecht das kleine Wesen umher so sonderbar;
Es glitzert in der Sonne der Pflug so blank und klar.